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Fortuna Düsseldorf steigt ab

Fortuna Düsseldorf hat alles verspielt. Nach dem 0:3 bei Union Berlin müssen die Rheinländer in die 2. Liga absteigen.

Dawid Kownacki von Fortuna Düsseldorf erhält die Gelbe Karte.
Dawid Kownacki von Fortuna Düsseldorf erhält die Gelbe Karte. © Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa

Von Arne Richter

Mutlos, kraftlos - Zweitligist! Fortuna Düsseldorf muss nach einem maßlos enttäuschenden Bundesliga-Finale den bitteren Gang in die 2. Liga antreten. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler verspielte beim 1. FC Union Berlin ihre bessere Ausgangslage im Vergleich zu Werder Bremen und rutschte durch das 0:3 (0:1) doch noch auf den 17. Tabellenplatz ab.

Der frühere Bremer Anthony Ujah (26. Minute), Christian Gentner (54.) und Suleiman Abdullahi (89.) erzielten am Samstag in Stadion An der Alten Försterei die Tore für die Eisernen, die nach dem bereits gesicherten Klassenverbleib einen versöhnlichen Saisonausklang feierten und nach Punkten sogar noch zu Lokalrivale Hertha BSC aufschlossen.

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Düsseldorf muss hingegen nach einer Saison mit vielen verpassten Chancen zum insgesamt sechsten Mal den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Wie beim letzten Absturz vor sieben Jahren rutschte die Fortuna erst am letzten Spieltag auf einen direkten Abstiegsplatz. Zwei Punkte und vier Tore Vorsprung auf Werder reichten diesmal nicht, um wenigsten den Relegationsrang zu verteidigen.

"Wir wollen das Spiel gewinnen, dann sind wir nicht abhängig von anderen Resultate", hatte Rösler vor dem Anpfiff die Maxime ausgegeben. Entsprechend mutig mit einem Dreier-Angriff um Torgarant Rouwen Hennings und den Ex-Unioner Steven Skrzybski neben Kenan Karaman trat Düsseldorf in Berlin-Köpenick an. "Ich bin ein Trainer, der gerne nach vorne spielen lässt", sagte Rösler, der nun erstmals in seiner Trainer-Karriere eine Klasse runter muss.

Die Angst vor dem Absturz war schnell greifbar. Erik Thommy spielte einen Freistoß aus dem Halbfeld früh zurück Richtung eigenes Tor. Hennings, im gegnerischen Strafraum postiert, fand das sichtlich gar nicht gut. Eine erste Torannäherung gab es bei einem Kopfball von Kaan Ayhan (12.), den Gentner einen Meter vor der Linie per Kopfball abwehrte. Karamans gelöffelter Schuss (16.) ging am Tor vorbei. Insgesamt fehlte aber die große Zielstrebigkeit.

Wie effektiv Union bei Standards sein kann, musste die Fortuna dann bitter erfahren. Einen Schuss von Joshua Mees nach einer Ecke lenkte der gut postierte Ujah durch die Beine von Fortuna-Schlussmann Florian Kastenmeier zur Führung ins Tor. Weiteres Pech der Gäste: Mathias Jörgensen verletzte sich in der Szene in einem Zweikampf mit Keven Schlotterbeck. André Hoffmann rückte für ihn in die Abwehr.

Union - erneut von zahlreichen Fans von außerhalb des Stadions lautstark angefeuert - reduzierte daraufhin die eigenen Offensivaktionen. Düsseldorf konnte aus dem Übergewicht bis zur Halbzeit keine einzige gefährliche Tormöglichkeit herausspielen. Grischa Prömel (45.) hätte dies beinahe bestraft. Kastenmeier lenkte dessen Schuss gerade noch um den Pfosten.

Erst in der Halbzeit wollte Rösler das Ergebnis aus Bremen erfahren, hatte er vor dem Spiel gesagt. Die Kunde vom zwischenzeitlichen 3:0 an der Weser war schwer zu verkraften für die Fortuna. Jetzt war man auf einem Abstiegsplatz. Und das Spiel lief in gleicher Manier weiter. Düsseldorf war technisch und spielerisch überlegen, aber gar nicht konsequent im Strafraum.

Ganz anders Union. Die erste Chance im zweiten Abschnitt nutzte Gentner nach einem Ayhan-Fehler zum 2:0. Von diesem Nackenschlag erholte sich Düsseldorf nicht mehr, auch wenn die Fortuna im Endspurt noch einmal den Druck erhöhte und zu einigen Chancen kam. Auch Hennings hatte kein Schuss-Glück, Markus Suttner (69.) traf Sekunden später nur die Latte. Anders Abdullahi für Union, der mit seinem ersten Bundesligator den Endstand herstellte. (dpa)

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