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Radeberg

Fragestunden zur Gemeindefusion

Vor dem Bürgerentscheid stellen sich Wachaus Bürgermeister und Gemeinderäte den Fragen der Einwohner.

© Thorsten Eckert (M)

Wachau/Lichtenberg. Im dritten Anlauf hat der Wachauer Gemeinderat in dieser Woche den Bürgerentscheid über die Gemeindefusion mit Lichtenberg am 1. September beschlossen. Dort entscheiden die wahlberechtigten Einwohner über die Frage: „Sind Sie dafür, dass die Gemeinden Lichtenberg und Wachau zusammen eine ländliche Großgemeinde bilden?“ Sie können dabei entweder Ja oder Nein ankreuzen.

Damit die Einwohner diese Entscheidung gut informiert treffen können, informieren Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann und Vertreter des Gemeinderat bei fünf Veranstaltungen in Lichtenberg und Wachau über das Vorhaben. Das teilte Künzelmann am Donnerstag mit. Die Fragestunden finden am 19. August in der Turnhalle in Lichtenberg, am 20. August im Sportcasino Wachau, am 21. August im Seifersdorfer Schloss, am 22. August im Volksheim in Lomnitz und am 23. August im Dorfgemeinschaftshaus in Leppersdorf statt. „Wir wollen wissen, ob die Bürger die Gemeindefusion gut finden würden oder nicht“, sagt der Bürgermeister. Sollten sie sich am Ende gegen die Bildung der Großgemeinde entscheiden, dann wäre das eben so und das Vorhaben vom Tisch.

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Die Meinungen zu dem Thema seien je nach Ortsteil durchaus verschieden, sagt Künzelmann. Während man sich in Feldschlößchen lieber Richtung Radeberg orientiere, habe Lomnitz eine enge Verbindung zu Kleindittmannsdorf und damit zu Lichtenberg. Und schließlich gebe es auch jene, die lieber eigenständig bleiben wollen. Sollten sich die Bürger für eine Fusion aussprechen, wäre diese frühestens am 1. Januar 2021 möglich.

Das Thema wird in Wachau und Lichtenberg bereits seit einigen Jahren diskutiert. Wachau würde von einem Zusammenschluss profitieren, weil die Gemeinde dann weniger Reichensteuer abführen müsste. Das würde wiederum den Gemeindehaushalt entlasten. Für Lichtenberg ist Wachau dank der immer noch hohen Einnahmen aus der Gewerbesteuer trotz des derzeitigen Haushaltslochs finanziell weiterhin eine gute Partie. In einem gemeinsamen Gemeinderat hätte Lichtenberg zudem mehr Gewicht als möglicherweise einmal in einem Pulsnitzer Stadtrat.

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