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Fraktion stellt Schulstandorte zur Debatte

Benötigt Riesa drei Gymnasien und eine Grundschule am Stadtrand? SPD, FDP und Freie Wähler wollen darüber eine Diskussion anschieben.

Soll die 3. Grundschule in Weida (links die Turnhalle) erhalten bleiben - oder stattdessen eine weitere ins Stadtzentrum ziehen? Diese und weitere Debatten um Schulstandorte in Riesa müsse man jetzt führen, sagt Andreas Näther (SPD).
Soll die 3. Grundschule in Weida (links die Turnhalle) erhalten bleiben - oder stattdessen eine weitere ins Stadtzentrum ziehen? Diese und weitere Debatten um Schulstandorte in Riesa müsse man jetzt führen, sagt Andreas Näther (SPD). © SZ-Montage / privat; Sebastian Schultz

Riesa. Die Fraktion Gemeinsam für Riesa will im nächsten Stadtrat eine Diskussion um die Schulstandorte in Riesa anstoßen. Das hat der Vorsitzende Andreas Näther (SPD) am Freitagnachmittag in einer schriftlichen Mitteilung erklärt. Vor der Umsetzung des 2016 bereits teilweise beschlossenen Schulkonzepts müsse man noch einmal einen Blick auf Bevölkerungs- und Schülerzahlen sowie deren Entwicklung werfen. "Ein Schulhausbau setzt Impulse für die Stadtentwicklung", so die Fraktion in ihrer Erklärung. Man müsse daher genau überlegen, wo und wie gebaut werden soll. Vor der entscheidenden Sitzung seien aus den Fraktionen noch mehrere Ideen und Alternativvorschläge eingegangen. Nun gehe es in eine neue Diskussionsrunde "mit dem Ziel, dann auch einen machbaren Beschluss herbeizuführen."

Die Fraktion aus SPD, FDP und Freien Wählern sieht dabei unter anderem das Vorhaben skeptisch, den Grundschulstandort in Weida zu sanieren oder dort ein neues Gebäude zu errichten. Man müsse „öffentlich diskutieren, ob es Sinn macht, eine Schule an den Rand der Stadt zu bauen und womöglich über kurz oder lang in der inneren Stadt bald ein vorhandenes Schulgebäude nicht mehr auszulasten oder leerstehen zu haben“, heißt es in der Mitteilung.

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Sind drei Gymnasien zu viel?

Darüber hinaus regt die Fraktion an, auch die anderen Schulen mit zu betrachten. Konkret verweisen die Autoren auf die Gymnasien. Man müsse sich die Frage stellen, "ob für Riesa nur ein starkes und vielfältig ausgerichtetes staatliches Gymnasium neben dem Christlichen Gymnasium reicht". Diese Frage sei bisher immer wieder vertagt worden, "weil es womöglich zu Entscheidungen führt, die einen längeren Begleitprozess brauchen und natürlich auch politisch kontroverse Diskussionen mit sich bringen würden. Über kurz oder lang werden wir aber um solche Entscheidungen nicht herumkommen, wenn wir eine progressive Stadtentwicklung trotz der sinkenden Bevölkerungszahlen voranbringen wollen."

Laut Andreas Näther erhofft sich die Fraktion eine breite Debatte über die Zukunft der Schulen, die auch mit den Nutzern und Einwohnern geführt werden solle, ehe Tatsachen geschaffen werden. „Mindestens sieht es die Gemeindeordnung so vor, dass zu einschneidenden Veränderungen Einwohnerversammlungen stattfinden sollten.“ (SZ)

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