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Frank Richter zieht nach Meißen

© Claudia Hübschmann

Der Bürgerrechtler wohnt ab 1. Mai in der Stadt und kündigt einen Wahlkampf der anderen Art um das Rathaus an.

Von Peter Anderson

Meißen. Als überparteilicher Kandidat möchte sich der Theologe und Bürgerrechtler Frank Richter um das Meißner Oberbürgermeisteramt bewerben. Das betonte der 57-Jährige jetzt bei einem Besuch in der Stadt. Eingeladen hatte ihn das Wahlbündnis „Meißen kann mehr“, welches Richter als Gegenkandidat zum amtierenden Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) unterstützt.

Der Bürgerrechtler kündigte an, sich in den nächsten Wochen und Monaten persönlich bei anderen demokratischen Parteien – inklusive der AfD – vorstellen zu wollen. Erste Termine dazu gibt es bereits. Richter sucht auch den Kontakt zur CDU, die sich schon Anfang März für Olaf Raschke ausgesprochen hatte.

Um sich intensiv mit den Chancen und Problemen der Porzellanstadt auseinandersetzen zu können, plant der unabhängige Kandidat Anfang Mai den Umzug nach Meißen. Ab 1. Juli wird er dann aus seiner bisherigen Stelle als Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche ausscheiden.

Ein umfassendes, inhaltliches Programm für seine Kandidatur zu benennen, lehnt Richter zum jetzigen Zeitpunkt ab. Zuvor müsse er die Stadt und ihre Bürger genau kennenlernen, sagte er. Das solle unter anderem durch Wanderungen von den Rändern ins Zentrum geschehen. Viel zu oft werde von Touristen-Hochburgen wie Meißen nur die historische Innenstadt wahrgenommen. Die Menschen lebten jedoch zum größten Teil in den Vierteln um das viel besuchte Zentrum herum.

Die Meißner Oberbürgermeisterwahl findet am 9. September statt.