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Weißwasser

Frankfurt vernagelt das Tor für Weißwasser

Die Lausitzer Füchse verlieren das dritte Spiel in Folge. Schuld ist diesmal die Chancenverwertung.

Und wieder ist eine Chance vertan: Frankfurts Torwart Patrick Klein hat den Puck vor den Füchse Stürmern Darcy Murphy (links) und Sebastian Streu abgewehrt.
Und wieder ist eine Chance vertan: Frankfurts Torwart Patrick Klein hat den Puck vor den Füchse Stürmern Darcy Murphy (links) und Sebastian Streu abgewehrt. © Thomas Heide

Mit den Löwen scheinen es die Füchse nicht zu haben. Nach den Niederlagen gegen die Dresdner Eislöwen (5:6) und die Tölzer Löwen (1:5) mussten sich die Lausitzer am Sonntagabend den Löwen Frankfurt mit 1:3 geschlagen geben. Diesmal war Füchse-Trainer Corey Neilson im Gegensatz zum Freitagspiel in Bad Tölz mit seiner Mannschaft nicht einmal unzufrieden: „Wir haben gut gespielt, hart gekämpft und gegengehalten gegen ein wirklich starkes Team. Am Ende haben zwei dumme gegentore und die vielen vergebenen Chancen gegen uns entschieden.“

Das Spiel begann denkbar schlecht für die Lausitzer Füchse, bei denen Trainer Corey Neilsson die Reihen umgestellt hatte. Oliver Granz nahm gleich übermotiviert eine dumme Strafe, die Frankfurter spielten den pcuk nach dem Bullygewinn sofort zurück an die Blaue Linie, wo Faber abzog. Der vor dem Tor postierte Mitchell fälschte die Scheibe unhaltbar durch die Beine von Füchse-Torwaer Mac Carruth ab. Da waren gerade einmal 38 Sekunden gespielt. Danach schienen die Füchse wie schon 48 Stunden zuvor in Bad Tölz nur schwer in die Gänge zu kommen. Die Frankfurter wirkten einfach schneller und passsicherer. Dann allerdings hatte Füchse-Stürmer Murphy eine erste gute Chance allein vor dem Tor, wurde dabei aber von Torwart Patrick Klein gefoult. In der Überzahl gelang Hammond wieder einmal der Querpass auf george, dessen Direktschuss aber diesmal die lange Ecke verfehlte.

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Der Ausgleich gelang den Füchsen, als Kuschel und Schwamberger den Puck im Forecheck hinter dem Gästetor erkämpften und zurück auf Verteidiger Kania legten. Der traf mit einem überlegten Schuss in die lange Ecke (8.). Aber die Gäste blieben das optisch bessere Team, nahmen Füchse-Torwart Carruth unter Beschuss (13:27 Torschüsse nach dem ersten Drittel). Vor allem Ex-Fuchs Ranta und Lewandowski stellten die Füchse-Abwehr immer wieder vor große Probleme. Als dann Verteidiger Maximilian Faber freigespielt war, ließ der Torwart Carruth mit einem knallharten Schuss keine Chance (15.). Die 2:1-Führung de rGäste nach dem ersten Drittel war verdient.

Im Mittelabschnitt drehte sich die Partie. Die Füchse waren jetzt deutlich präsenter, wirkten läuferisch deutlich besser und erspielten sich einige Chancen. Aber der Puck wollte einfach nicht am starken Löwen-Torwart Patrick Klein vorbei beziehungsweise ins Tor – egal ob Farmer einen Schuss abfälschte, ob sich Breitkreuz nach einem schönen Strobel-Pass aus völlig frei aus Nahdistanz, Streu aus dem Slot aufs Tor schoss oder Pozivil nach einem Hammond-Rückpass abzog. Es blieb bei dem einen Füchsetreffer. Und auf der anderen Seite mussten die Füchse immer auf der Hut sein. Der ebenso starke Carruth im Füchse-Tor verhinderte mehrfach einen weiteren Gegentreffer.

Im Schlussdrittel versuchten die Füchse weiterhin alles, mit dem immer gleichen Ergebnis: kein Tor. Das Tempo blieb hoch, auch wenn dieses Spiel das achte (!) binnen 16 Tagen für die Füchse war. Auf der anderen Seite hielt Carruth seine Mannschaft mit teils überragenden Paraden im Spiel. Aber den Füchsen lief die Zeit davon. 77 Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Corey Neilsson eine Auszeit und den Torwart vom Eis. Aber so richtig in das Drittel der Gäste kamen die Lausitzer nicht mehr, und als die Gäste den Puck eroberten, machte Mac Auley fünf Sekunden vor der Schlusssirene den Sack zu. Damit war die dritte Niederlage der Füchse in Folge perfekt. Gut, dass es jetzt in die zweiwöchige Länderspielpause geht.

Erst am 15. November gibt es das nächste Spiel. Trainer Neilsson, der selbst mit seiner Frau einen Abstecher nach Rom unternehmen will, verschreibt seinen Spielern Ruhe und Erholung. Sie sollen auch den Kopf frei von Eishockey bekommen, um dann mit neuem Elan zu starten und in der Tabelle verlorenen Boden aufzuholen. „Mit dem derzeitigen Platz bin ich nicht zufrieden, die Entwicklung dieser Gruppe aber ist o.K. Wir wachsen in jedem Spiel, und auch ich lerne dazu, was ich von welchem Spieler erwarten kann“, sagte Neilsson nach dem Spiel.

Statistik

Lausitzer Füchse – Löwen Frankfurt 1:3 (1:2, 0:0, 0:1)

Tore:
0:1 Adam Mitchell 0:38 (Überzahl, Lewandowski, Faber )
1:1 Jakub Kania 8:34 (Schwamberger, Kuschel)
1:2 Maximilian Faber 14:58 (Koziol, Schinko)
1:3 Stephen MacAulay 59:55 (Empty Net, Proft, Buchwieser)

Lausitzer Füchse
Tor: Carruth
Abwehr: Kania, Granz – Pozivil, Mik – Monteith, Karrer – Rentsch
Sturm: Murphy, Boiarchinov, Streu George, Hammond, Farmer – Breitkreuz, Strodel, Andres – Kuschel, Reichel, Schwamberger

Löwen Frankfurt
Tor: Klein
Abwehr: Suvanto, Faber – Erk, Mitchell, Wirt, Meisinger
Sturm: Proft, Buchwieser, MacAuley – Lewandowski, Kretschmann, Ranta – Schinko, Mieszkowski, Koziol – Eisenmenger

Schiedsrichter: Florian Ferstl, Alfred Hascher
Strafen: Füchse 12+ 10 (Kania), Frankfurt 12 + 10 (Buchwieser)
Zuschauer: 2.278