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Franziskaneum zur Hälfte saniert

Die Stadtteile sollen vom neuen Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“ profitieren.

© Claudia Hübschmann

Von Udo Lemke

Meißen. Die Einschätzung kommt ungeschminkt daher: „Trotz aller bisher umgesetzten baulichen und infrastrukturellen Maßnahmen weisen die Stadtteile Cölln und Niederfähre/Vorbrücke immer noch zahlreiche städtebauliche Mängel und Missstände auf.“ So steht es in einer Beschlussvorlage für die Stadtratssitzung am 25. April. Deshalb sollen diese Stadtteile weiter gefördert werden. „Das Sanierungsgebiet Niederfähre wird zum 31.12. 2018 geschlossen und ist zu großen Teilen schon abgerechnet, das Sanierungsgebiet Cölln läuft 2020 aus“, teilte Stadtsprecherin Katharina Reso auf SZ-Nachfrage mit. Damit soll aber nicht Schluss sein.

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Die oben angeführte Beschlussvorlage bezieht sich auf das neue Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“. Dessen Gebietsumgrenzung stimmt nicht vollständig mit der der beiden Sanierungsgebiete überein. So wird der Ratsweinberg zum Umbaugebiet gehören. Das hat der Stadtrat bereits im vergangenen September beschlossen. Wichtigstes Vorhaben hier ist die weitere Sanierung des Franziskaneums.

Zwar ist hier bereits viel geschehen, aber die ehemalige Weinbergschule harrt noch der Sanierung. Der Chef der Stadtratsfraktion Unabhängige Liste Meißen/FDP, Wolfgang Tücks, beziffert den Investitionsbedarf für das Franziskaneum auf 5,3 Millionen Euro. In der Regel werden Maßnahmen über das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“ mit zwei Dritteln der Kosten gefördert. „Das Franziskaneum ist ein etwas schwieriges Beispiel, weil hier auch noch Mittel aus anderen Töpfen wie Schulhausbau eine Rolle spielen“, erklärt Stadtsprecherin Katharina Reso.

Für den kommenden Dienstag, den 10. April, ist 18 Uhr eine Bürgerversammlung im Rathaus angesetzt. Dort soll das sogenannte Fördergebietskonzept für Cölln und Niederfähre/Vorbrücke vorgestellt werden. Also, was konkret in den Stadtteilen finanziert werden soll. So sind etwa die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Erneuerung der Lutherstraße geplant. Bekannte Beispiele, die schon umgesetzt wurden, sind der Hort der Johannesschule und der Neubau des Busbahnhofs.

Von 2002 bis 2016 sind mehr als neun Millionen Euro in das Gebiet Meißen rechts der Elbe investiert worden, so Stadtsprecherin Katharina Reso. „Allein im Haushalt 2018/2019 sollen mit Mitteln aus dem Stadtumbauprogramm weitere 2,5 Millionen Euro investiert werden.“