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Franzosen beenden Katars Wüstenmärchen

Der Olympiasieger holt sich den fünften Stern und ist jetzt der alleinige Rekordweltmeister.

© Reuters

Von Christoph Stukenbrock

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Eislöwen verlängern Vertrag mit Ribnitzky 

Die Dresdner Eislöwen verlängern den Vertrag um ein weiteres Jahr. Der gebürtige Kaufbeurer spielte seit 2016 in der DNL-Mannschaft der Dresden Eislöwen Juniors.

Die Muskelmänner tanzten wie kleine Kinder übers Parkett, Erfolgstrainer Claude Onesta hatte Freudentränen in den Augen: Die schier unersättlichen französischen Titeljäger sind zum fünften Mal auf den WM-Thron gestürmt. Das Wüstenmärchen von Gastgeber Katar bleibt hingegen ohne Happy End. Der Olympiasieger stoppte im Finale in Doha beim 25:22 (14:11) den Siegeszug der Katarer und verhinderte mit seinem zehnten wichtigen Titel eine der größten Handball-Sensationen der Geschichte. Frankreich krönte sich zudem zum alleinigen Rekordweltmeister. „Es war kein schönes Handballspiel, aber am Ende zählt der fünfte Stern. Wir haben Geschichte geschrieben. Wir sind alle Kumpels, wir sind eine Familie“, sagte Kentin Mahe vom Bundesligisten HSV Hamburg bei Sky. „Die Franzosen können im richtigen Moment alles abrufen. Es war aber schwer für sie“, bilanzierte Handball-Legende Heiner Brand.

Der überragende Ex-Kieler Nikola Karabatic war mit fünf Treffern bester Werfer des Europameisters, der schon 1995, 2001, 2009 und 2011 den WM-Titel geholt hatte. Asienmeister Katar verpasste es vor 15 300 Zuschauern in der ausverkauften Lusail Multipurpose Hall unterdessen, als erste nichteuropäische Mannschaft WM-Gold zu gewinnen. Für die zusammengekaufte Weltauswahl, in der sich jeder Spieler angeblich schon für den Einzug ins Halbfinale eine lebenslange Rente gesichert hat, erzielte Zarko Markovic sieben Tore.

„Wenn du gegen den Gastgeber spielst, musst du fünf, sechs Tore besser sein. Aber wir wissen, wie ein Finale funktioniert“, hatte der frühere Welthandballer Daniel Narcisse vor der Begegnung mit Blick auf den Heimvorteil erklärt.

Unter den Augen des Emirs von Katar boten die tschechischen Unparteiischen aber eine gute Leistung, und Frankreich war sofort im Spiel. Gegen die robuste Abwehr der Franzosen tat sich der Gastgeber äußerst schwer. Im Angriff kam Frankreich durch seine Zweikampfstärke und die individuelle Klasse von Karabatic und Narcisse immer wieder zu guten Möglichkeiten. Die Folge war eine 13:7-Führung (23.).

Angetrieben vom starken Torhüter Danijel Saric, kam Katar aber etwas besser ins Spiel und kam Mitte der zweiten Halbzeit sogar auf ein Tor heran (19:20/45.), doch die erfahrenen Franzosen behielten auch in dieser kritischen Phase die Nerven. Der Favorit zog wieder auf drei Tore davon. „Allez les Bleus“, hallte es schon Minuten vor Spielschluss durch die Halle. (sid)

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