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Frau flutet Tankstelle mit Kraftstoff

Nächtlicher Alarm an der Aral-Tankstelle: Am Montag werden Feuerwehr und Polizei gegen 23 Uhr zur Bergstraße gerufen, weil der Streit mit einer Kundin explosiv eskaliert.

© Roland Halkasch

Christoph Springer

Dresden. Die Katastrophe war ganz nah. Eine Frau verspritzt literweise Kraftstoff im öffentlichen Bereich einer Tankstelle, dabei flutet sie die Stellfläche zwischen mehreren Zapfsäulen. Explosionsgefahr im Dresdner Süden, die Aral-Station muss sofort gesperrt werden. Die Feuerwehr rückt an, sperrt die Tankstelle ab und spült dann den Kraftstoff in den unterirdischen Spritabscheider. Die leichtsinnige Frau wird später festgenommen.

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Nächtlicher Tankstellen-Einsatz von Polizei und Feuerwehr

Filmreife Szenen und genau so geschehen in der Nacht zum Dienstag an der Ecke Bergstraße/Südhöhe. Die Täterin: eine 42-jährige Deutsche aus Dresden. Gegen 22 Uhr taucht sie an diesem Abend zum ersten Mal an der Tankstelle auf. Sie kauft Wein. Chardonnay ordert die resolute Dresdnerin, deren Zunge schon etwas schwer ist. Der 23-Jährige am Nachtschalter kann ihr allerdings nur eine Flasche durch die Luke schieben, dann sind die letzten Chardonnay-Reserven aufgebraucht. Schon da wird die Kundin laut, beleidigt den 23-Jährigen und verschwindet.

Eine Stunde später bekommt er es noch einmal mit dieser Kundin zu tun. Die Frau taucht in Begleitung eines Mannes auf und wird erneut laut. Dann greift sie sich wahllos eine Zapfpistole, drückt den Bügel und löst damit die Pumpe der Tanksäule aus. Kraftstoff schießt aus der Zapfpistole und ergießt sich auf den Boden der Tankstelle. Fast eine Minute lang geht das so, dann schaltet der Mitarbeiter in der Tankstelle die Anlage ab. Die Frau und ihr Begleiter verschwinden wieder. Die 23 Liter Diesel, die nun auf dem Tankstellenboden einen See bilden, bezahlen sie natürlich nicht.

Polizeibericht vom 10. 10.

BMW X 3 gestohlen

08.10.2017, 18.15 Uhr bis 09.10.2017, 06.45 Uhr / Dresden-Hellerau

Autodiebe stahlen in der Nacht zum Montag von einem Grundstück an der Karl-Liebknecht-Straße einen schwarzen BMW X3. Der Zeitwert des zwei Jahre alten Fahrzeuges wurde auf rund 50000 Euro beziffert.

Zwei Toyota gestohlen

08.10.2017, 20.00 Uhr bis 09.10.2017, 07.40 Uhr / Dresden-Striesen

Auf zwei Toyota Auris hatten es Autodiebe in der Nacht zum Montag in Striesen abgesehen: Von der Mosenstraße verschwand ein roter Auris Hybrid. Der Neuwert des erst ein Jahr alten Fahrzeuges betrug rund 25000 Euro. Von der Haydnstraße verschwand ebenfalls ein roter Toyota Auris. Mit rund 24000 Euro wurde der Wert des acht Monate alten Fahrzeuges angegeben.

Einen Toyota Yaris wollten Autodiebe von der Holbeinstraße (Dresden-Johannstadt) stehlen. Sie hatten eine Seitenscheibe eingeschlagen, um ins Fahrzeug zu gelangen. Das Starten des Wagens schlug jedoch fehl. Dennoch blieb ein Sachschaden von rund 2000 Euro zurück.

Handy und Kleidung aus Kleintransporter gestohlen

08.10.2017, 12.00 Uhr bis 09.10.2017, 07.30 Uhr / Dresden-Wilsdruffer Vorstadt

Auf noch nicht geklärte Art und Weise öffneten Diebe einen VW T6, der auf der Theaterstraße parkte. Aus dem Fahrzeug stahlen sie anschließend ein Handy, ein Paar Schuhe sowie eine Jacke. Die Beute hatte einen geschätzten Gesamtwert von rund 250 Euro.

Wohnungseinbrüche

09.10.2017, 19.10 Uhr festgestellt / Dresden-Bühlau

Im Verlauf der vergangenen Woche hatten Einbrecher das Türschloss einer Wohnung an der Königsberger Straße manipuliert und waren eingebrochen. Sie stahlen einen Computer, einen Fernseher, zwei Laptops, zwei Musikanlagen, mehrere Fotoapparate mit Zubehör sowie zwei Gitarren. Der Wert des Diebesgutes beläuft sich insgesamt auf rund 10000 Euro.

09.10.2017, 12.00 bis 22.00 Uhr / Dresden-Mickten

Gestern Nachmittag hebelten Einbrecher die Tür zu einer Wohnung an der Lommatzscher Straße auf. Sie durchsuchten die Wohnung und stahlen ein Fahrrad der Marke Giant, einen Fernseher, Parfüm und Bargeld im Gesamtwert von rund 3400 Euro.

Diebstahl aus Werkhalle

07.10.2017, 11.00 Uhr bis 09.10.2017, 05.45 Uhr / Dresden-Albertstadt

Am vergangenen Wochenende verschafften sich Einbrecher Zutritt zu einer Werkhalle auf einem Firmengrundstück an der Straße An der Eisenbahn. Sie begaben sich in die Aufenthaltsräume der Mitarbeiter, brachen deren Spinde auf und durchsuchten sie.

Nach einer ersten Einschätzung stahlen sie drei Telefone sowie persönliche Unterlagen. Des Weiteren wurde ein Kaffeeautomat aufgebrochen und aus diesem Bargeld in noch unbekannter Höhe gestohlen. Aus der Werkhalle selbst entwendeten die Einbrecher mehrere Baumaschinen, darunter zwei Abbruchhämmer. Der Wert des Diebesgutes summiert sich auf rund 7200 Euro.

Tresor aus Büro gestohlen

06.10.2017, 19.00 Uhr bis 09.10.2017, 09.00 Uhr / Dresden-Gruna

Einbrecher brachen die Kellertür eines Schulungszentrums an der Karcherallee auf, hebelten sich weitere Türen aus dem Weg und stahlen aus einem Büro einen Tresor mit Bargeld sowie einen Lautsprecher. (szo)

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Der 29-Jährige am Nachtschalter hat danach Polizei und Feuerwehr alarmiert. Während die Brandschützer, die aus Kaitz und der Wache Altstadt anrücken, den Kraftstoff aufnehmen und den Boden reinigen, sucht die Polizei nach dem Pärchen. Die Beamten entdecken es an der Kohlenstraße. Die Frau ist betrunken. 2,5 Promille ergibt der Alkoholtest. Sie verbringt die Nacht in einer Polizeizelle. Die Polizei ermittelt gegen die Dresdnerin. Sie muss sich wegen Beleidigung verantworten und steht unter dem Verdacht, eine Brandgefahr herbeigeführt zu haben.

Dass die Attacke keine dramatischen Folgen hatte, ist mehreren Zufällen und technischen Einrichtungen in der Tankstelle zu verdanken. So sprudelt der Kraftstoff nicht in hohem Bogen aus der Zapfpistole. „Der läuft mit geringem Druck flach heraus und trifft direkt davor auf dem Boden aus“, erklärt Thomas Drott, Geschäftsführer des Bundesverbands Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche. Dann können Diesel oder Benzin von selbst in einen unterirdischen Tank laufen, der genau dafür vorgesehen ist, Spritreste aufzufangen. Spült die Feuerwehr den Boden wie in der Nacht zum Dienstag, bildet sich kein Gemisch aus Kraftstoff und Wasser. „Benzin und Diesel sind leichter als Wasser. Sie werden unterirdisch über eine Zwischenwand im Tank getrennt“, erklärt Drott.

Außerdem explodiert der Sprit längst nicht so schnell, wie es häufig in Filmen zu sehen ist. „Dazu muss ein Gasgemisch aus Luft und den Kraftstoffdämpfen entstehen. Dieses Gemisch kann durch eine Flamme in Brand geraten“, sagt Drott. Bei Benzin kann das schnell gehen, Diesel entzündet sich dagegen weniger schnell. Und selbst wenn es brennt, kommt kein Feuer an die unterirdischen Tanks heran. Dafür sorgen flammensichere Gummischläuche an den Zapfsäulen und Ventile, die das Innere der Tanks absichern. Selbst Handytelefonate an Tankstellen sind eigentlich ungefährlich. Wenn aber das Funktelefon herunterfällt, der Akku herausspringt und auf dem Boden auftrifft, könnten Funken schlagen, sagt Drott. „Das kann reichen, um eine Explosion auszulösen. Das ist aber noch nie vorgekommen.“ Der Tankstellenfachmann fügt hinzu: „Man muss ja kein unnötiges Risiko eingehen.“