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Sport

Frauen turnen zu Olympia

Die Deutschen buchen bei der Heim-WM das Ticket zu den Spielen 2020 in Tokio - trotz der Fehler der Jüngsten und des Patzers der Ex-Weltmeisterin aus Chemnitz.

Von Stuttgart nach Tokio: Elisabeth Seitz führt die Riege zu den Sommerspielen im nächsten Jahr.
Von Stuttgart nach Tokio: Elisabeth Seitz führt die Riege zu den Sommerspielen im nächsten Jahr. © dpa/Christoph Schmidt

Stuttgart. Die Olympia-Tickets sind gelöst. Die deutschen Turnerinnen haben bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart das Ziel Sommerspiele 2020 in Tokio erreicht. In der zehnten von zwölf Vorrunden setzte Russland sich am Samstag hinter China auf Platz  zwei und verdrängte den WM-Gastgeber auf Position acht. Da zu diesem Zeitpunkt nur noch vier Mannschaften ihre Übungen nicht absolviert hatten, waren die deutschen Frauen nicht mehr von Rang zwölf zu verdrängen, der den Olympiastart garantiert.

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Die Chemnitzerin hat Rücken und erneut großes Pech. Sie muss auf einen Start bei der Turn-WM in Stuttgart verzichten. Die Klubkollegin und Weltmeisterin rückt nach.

"Das Publikum war nicht einfach nur da. Es war für uns da", schwärmte Elisabeth Seitz geradezu über die Atmosphäre bei der Heim-WM. 7.500 Zuschauer in der ausverkauften Arena bejubelten jedes noch so einfache Übungsteil, das den Deutschen gelang.

Die Analyse von Cheftrainerin Ulla Koch fiel kritischer aus: "Wir haben am Freitag den einen oder anderen Fehler zuviel gemacht." Beispielsweise gingen am Boden 0,8 Punkte durch mehrfaches Verlassen der Wettkampffläche verloren.

Auch Sportdirektor Wolfgang Willam schmeckten die Patzer nicht so recht: "Leider hat das Team die eine oder andere Chance ausgelassen." Er meinte besonders die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer aus Chemnitz, die von ihrem Paradegerät stürzte. Auch WM-Debütantin Emelie Petz hatte mit Nervosität zu kämpfen.

Dieses Problem hatte Seitz erwartungsgemäß nicht. Sie erreichte mit der Kölnerin Sarah Voss das Mehrkampf-Finale am Freitag. Auch am Samstag ist Seitz an ihrem Spezialgerät, dem Stufenbarren, im Einsatz. In der Entscheidung möchte sie wie 2018 bei der WM in Doha eine Medaille gewinnen. Damals holte Seitz Bronze. (sid)