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Frauenpower bei Dynamo

Von wegen Männer-Domäne! Im ausverkauften DDV-Stadion entscheiden am Karsamstag die Frauen. Bibiana Steinhaus leitet die Partie von Dynamo gegen den 1. FC Nürnberg.

© dpa

Von wegen Männer-Domäne! Im ausverkauften DDV-Stadion entscheiden am Karsamstag die Frauen. Bibiana Steinhaus leitet die Partie von Dynamo gegen den 1. FC Nürnberg. Das allein wäre kaum der Rede wert, denn die 39-Jährige ist längst etabliert als Schiedsrichterin im Profi-Fußball. Ihre erste Begegnung mit Dresdner Beteiligung pfiff sie am 12. April 2003, also zum 50.Geburtstag des Vereins. Die Schwarz-Gelben spielten in der Regionalliga gegen die zweite Mannschaft von Bayer Leverkusen und gewannen mit 1:0.

Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass die Bilanz unter ihrer Leitung positiv ist: Von acht Punktspielen hat Dynamo vier gewonnen und nur zwei verloren. Das 1:2 im Eröffnungsspiel fürs neue Stadion gegen Schalke zählt dabei nicht. Allerdings müssten sich viele Menschen in Deutschland immer noch daran gewöhnen, dass sie als Frau bei den Männern pfeift, sagte Steinhaus. Dabei pfeift sie sogar in der Bundesliga. Ihr Statement: „Ich bin die ganze Frauen-Männer-Diskussion leid. Nur Leistung zählt. Wer Leistung bringt, setzt sich durch. Vollkommen egal, ob der- oder diejenige blond ist, welche Hautfarbe man hat oder Mann oder Frau ist.“

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Nun gibt es die wohl überfällige Premiere. In Dresden wird Steinhaus unterstützt von Katrin Rafalski als Linienrichterin sowie Riem Hussein als vierte Offizielle – so viel Frauenpower gab es bei einem Männer-Spiel noch nie. Marcel Unger als zweiter Assistent ist sozusagen der Hahn im Korb bei den Unparteiischen. (SZ/-ler)