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Fraunhofer Institut entwickelt schnelles 3D-Druckverfahren

Chemnitzer Forscher präsentieren ihr Gerät auf einer Messe in Hannover. 

© dpa/Hendrik Schmidt

Chemnitz. Mit einem ultraschnellen 3D-Drucker präsentiert sich das Chemnitzer Fraunhofer-Institut auf der Hannover Messe vom 1. bis zum 5. April. Die Forscher hätten ein Verfahren entwickelt, mit dem Kunststoffteile etwa achtmal schneller als bisher gedruckt werden könnten, teilte das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) am Dienstag mit. Bisher dauere es zu lang, um großvolumige und belastbare Bauteile in Serie zu fertigen, wie sie etwa die Automobilindustrie benötige.

Laut IWU benötigt die Fertigung eines 30 Zentimeter hohen Bauteils aus Kunststoff mit dem neuen 3D-Druckverfahren nur noch etwa 18 Minuten. Davon könnten etwa Werkzeughersteller sowie die Automobil- und Luftfahrtbranche profitieren. «Herstellungszeiten von Kunststoffbauteilen lassen sich somit enorm reduzieren», sagte Forscher Martin Kausch.

Pro Stunde werden den Angaben zufolge bis zu sieben Kilogramm Kunststoff durch die heiße Düse des 3D-Druckers mit einem Durchmesser von einem Millimeter gedrückt. Bei den herkömmlichen 3D-Druckverfahren seien es nur etwa 50 Gramm Kunststoff pro Stunde. (dpa)