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Freie Bahn für B 169-Ausbau

Der Bundestag hat den Weg für die neue Trasse zwischen Döbeln und Salbitz frei gemacht. Aber es ist noch Geduld gefragt.

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© Lutz Weidler

Riesa/Döbeln. Jetzt ist es amtlich: Der Bundestag hat die Ausbaugesetze und Bedarfspläne zum neuen Bundesverkehrswegeplan verabschiedet. Dem war ein langes Verfahren vorangegangen. Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière kann sich das Ergebnis sehen lassen. „Mit mehr als 1 350 einzelnen Projekten und einem noch einmal auf über 270 Milliarden Euro erhöhten Gesamtvolumen bis 2030 haben wir eines der größten Infrastrukturprogramme der bundesdeutschen Geschichte auf den Weg gebracht“, sagt der CDU-Abgeordnete, der seinen Wahlkreis im Landkreis Meißen hat.

Der Weiterbau der Bundesstraße 169 von Riesa bis zur Autobahn-Auffahrt Döbeln-Nord ist im vordringlichen Bedarf eingestuft und hat damit die höchste Prioritätsstufe erhalten. Noch endet die ausgebaute B 169 bei Seerhausen. Mit dem aktuellen Beschluss sind die weiteren Schritte für den Ausbau zur Autobahn 14 zumindest absehbar.

Allerdings ist nicht zu erwarten, dass es umgehend mit dem Bau der Straße losgeht. Für den vierten Bauabschnitt der B 169 läuft die Vorplanung, für den dritten Bauabschnitt der Bundesstraße wurde die Planfeststellung beantragt. Letztgenannter Abschnitt reicht von Salbitz bis zur Bundesstraße 6 und ist rund zehn Kilometer lang. Ein zweispuriger Neubau ist geplant. Das Vorhaben soll rund 30 Millionen Euro kosten. Das hat kürzlich die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete und Länderberichterstatterin für den Bundesverkehrswegebau in Sachsen Veronika Bellmann erklärt. Allerdings hatte es in der Vergangenheit von Seiten der Bevölkerung Einwände gegen den Bau der neuen Trasse gegeben (DA berichtete).

Aufgrund zahlreicher Kurven ist die Trasse teils schwer einsehbar. Sie hat sich in den vergangenen Jahren zum Unfallschwerpunkt entwickelt. Immer wieder kommt es besonders häufig am Abzweig Hohenwussen zu schlimmen Zusammenstößen – zum Teil mit tödlichem Ausgang. Ursprünglich war im Bereich Ostrau eine großflächige Umfahrung hinter dem Gewerbegebiet vorgesehen. Doch damit das Gewebegebiet nicht abgeschnitten wird, soll nun im Bestand gebaut werden.

Es gäbe für alle Projekte des vordringlichen Bedarfs eine klare Finanzierungsperspektive, so Thomas de Maizière. Das zur Verfügung stehende Geld und der Kostenrahmen der Projekte seien so aufeinander abgestimmt, dass alle Projekte der obersten Dringlichkeitsstufe bis 2030 umgesetzt werden könnten. (SZ/csf/sol)