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Döbeln

Freie Fahrt nach 20 Monaten Bauzeit

Ab Donnerstag kann die Kreisstraße durch Kiebitz wieder als Durchfahrt genutzt werden. Der Burgberg in Kriebstein wird aber noch nicht gebaut.

Am Donnerstag wird die Kreisstraße in Kiebitz für den Verkehr freigegeben. Dann hat sich nicht nur an der Durchfahrt etwas geändert. Im Ortsteil gibt es jetzt ordentliche Fußwege und eine neue Straßenbeleuchtung. © Lars Halbauer

Region Döbeln. Ab Donnerstag kann der Verkehr wieder durch den Ortsteil Kiebitz rollen. Etwas mehr als eineinhalb Jahre haben die Arbeiten an der Kreisstraße auf einer Länge von 700 Metern gedauert.

Die Kreisstraße in Kiebitz ist eine von derzeit 25 Maßnahmen, die im Landkreis laufen oder begonnen werden sollen. „Es war ein komplexes Projekt, bei dem alle Medien neu verlegt, eine Stützwand und eine Brücke gebaut worden sind “, so die Leiterin des Referates Straßenbau Claudia Richter. 

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Die Kosten belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Die Gemeinde Ostrau beteiligte sich finanziell an der Errichtung von Stützmauern und übernahm den Bau eines etwa einen Kilometer langen Fußweges sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt ist nun die Fahrbahnbreite vom Ortseingang bis zum Abzweig Töllschütz durchgehend 5,50 Meter breit.

Eine feierliche Übergabe der Straße ist für Anfang Mai geplant. Ebenfalls eine große Maßnahme des Landkreises endet am 29. April, allerdings mit einem Bauverzug von vier Monaten. Es ist der erste Abschnitt der Langenauer Straße in Geringswalde mit einer Länge von 1,5 Kilometern und einem Kostenumfang von über 1,1 Millionen Euro.

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Kritik an Vergabepraxis für Fördergeld

Der Landkreis bekommt die Zuwendung vom Freistaat für den Straßenbau erst 2020. Das bringt Probleme mit sich.

Ab August soll mit Geld aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ die Kreisstraße in der Ortslage Forchheim auf einer Länge von einem Kilometer gebaut werden. Sie ist eine der größten Huckelpisten in der Region.

 Seit Jahren ist deren Sanierung geplant. Nun wird an den Ausschreibungsunterlagen gearbeitet. Mit dem Bauende sei im Frühsommer 2020 zu rechnen. Diese Kosten betragen rund 1,4 Millionen Euro. Gefördert wird die Maßnahme zu 75 Prozent, sodass sich für den Landkreis ein Eigenanteil von rund 346 000 Euro ergibt.

Nach langem Warten soll nun im August der Straßenbau beginnen. © Lars Hallbauer

Dem eigentlichen Straßenbau geht aber noch ein anderes Projekt voraus. Der Abwasserzweckverband (AZV) „Untere Zschopau“ aus Waldheim plant im Bereich der bebauten Grundstücke den Neubau eines Mischwasserkanals.

Die neuen Straßeneinläufe werden an diesen Kanal angebunden. Der Wasserverband Döbeln-Oschatz will dort eine Trinkwasserleitung verlegen. Der in dem Bereich vorhandene Gehweg bleibe erhalten oder werde, je nach Beschädigung durch die Baumaßnahme, entsprechend wieder hergestellt.

Die Beseitigung der Hochwasserschäden, die im Juni 2013 entstanden, sind noch nicht ganz abgeschlossen. Sechs Vorhaben werden in diesem Jahr realisiert. Noch bis Oktober erfolgt der Ersatzneubau einer Brücke in Littdorf für rund 855 000 Euro.

Im Sommer soll das Projekt des Ersatzneubaus der Brücke im Erlauer Ortsteil Obstmühle umgesetzt werden. „Wir mussten im vergangenen Jahr die Ausschreibung aufheben, da die Angebote sehr weit über der Schätzung lagen. Nun starten wir erneut“, erklärt Claudia Richter. Landrat Matthias Damm ergänzt: „Man merkt schon, dass die Baubranche an die Kapazitätsgrenze kommt. Wir spüren das zum Teil bei den Ausschreibungen und auch bei der Dauer der Arbeiten.“

Er geht davon aus, dass sich die Lage noch weiter anspannen wird. „Für den Burgberg in Kriebstein ist das Plangenehmigungsverfahren angelaufen, aber ein Baubeginn noch in diesem Jahr erscheint derzeit unrealistisch“, sagte die Referatsleiterin.

Die Brücke in Littdorf soll bis Oktober fertig werden. © Lars Hallbauer