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Sachsen

Corona: Freie Wähler fordern Öffnung

Die Freien Wähler wollen den Lockdown in Sachsen sofort beenden. Ministerpräsident Michael Kretschmer weist Vorstoß scharf zurück.

© Sven Ellger

Dresden. Sachsens Freie Wähler betrachten die Corona-Infektion als „überwunden“ und fordern die sofortige Öffnung aller Kitas, Schulen, Schwimmbäder und gastronomischen Einrichtungen. Der „Lockdown“ müsse im Freistaat sofort beendet werden, heisst es in einem Brief des Landesvorsitzenden Steffen Große an Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Demnach gebe es im Freistaat doch nur noch rund 1.500 Infizierte. Damit sind nach Berechnungen der Freien Wähler nur 0,04 Prozent der sächsischen Bevölkerung betroffen. Covid-19 sei „nicht gefährlicher als Influenza“, heißt es in dem Schreiben weiter. Daher sei es „nicht maßvoll, die betroffenen Unternehmen und Menschen weiter in ihren Rechten zu beschneiden“. Die Freien Wähler sprechen daher von einer „künstlich erzeugten Panik“.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wies den Vorstoß auf Journalisten-Nachfrage in einer Video-Pressekonferenz scharf zurück. Er empfehle den Freien Wähler einen „Blick über den Tellerrand hinaus“. „Die ganze Welt hat zu diesen dramatischen Maßnahmen gegriffen, wir waren damit nicht allein“, sagte Kretschmer. „Ich halte diese Wortmeldung für sehr, sehr fahrlässig.“ 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) © Jürgen Lösel

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