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Döbeln

Freier Eintritt beim Museumstag

Am Sonntag öffnen in Döbeln fünf Kultureinrichtungen ihre Türen. Das hat schon mal gut funktioniert.

Ein entspanntes Gruppenbild: Peter Ledig in der Ausstellung in Japan mit seiner Frau Monika (rechts) und der Textildesignerin Claudia Thieme. Am Sonntag wird Ledig über seine Japanreise berichten. © privat

Döbeln. Peter Ledig war seit 1993 zwölf Mal in Japan. Zum vorerst letzten Mal im vergangenen Jahr. Im Gepäck hatte er Kinderzeichnungen der Knirpse der Döbelner Kitas Tausendfüßler und St. Florian.

Ledig und seine Frau Monika, die in der Nähe von Rochlitz leben, beteiligen sich regelmäßig an der internationalen Kunstausstellung „Art X Toyama“. Die Kinderbilder hatte er bei einem Besuch der Kleinen Galerie in Döbeln „entdeckt“. In Japan hingen sie in der Ausstellung neben Kinderkunstwerken aus zehn weiteren Ländern. „Das Interesse der Japaner an Kunst ist groß. Viele Besucher haben die Bilder gesehen“, erzählte der 66-Jährige, der seit 1990 als freischaffender Fotodesigner arbeitet.

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Peter Ledig wird am Sonntag in der Kleinen Galerie über Japan mit einem Film und Bildern berichten. Sein Vortrag ist nur einer von mehreren Programmpunkten an diesem Tag. Zuvor wird der Mal- und Zeichenzirkel der Volkshochschule eine Ausstellung eröffnen. Außerdem gibt Ursula Plate vom Erich-Heckel-Freundeskreis einen Bericht über die Kunstreisen der Gruppe. Nicht zuletzt ist die Ausstellung von Ansgar Skiba „Magie der Farben“ geöffnet.

Um Malerei geht es auch im Sparkassenhaus Erich Heckel. Die Sparkasse hat eine sehenswerte Sammlung mit Werken des expressionistischen Malers zusammengetragen, der 1883 im Haus Niedermarkt 15 geboren wurde.

Fünf Häuser geöffnet

Stadtmuseum: 13 bis 17 Uhr, 15 Uhr Ausstellungseröffnung, 15 Uhr Vortrag Erich-Heckel-Freundeskreis, 16 Uhr Vortrag Peter Ledig über Japan

Döbelner Theater: Führungen um 13 und 15 Uhr

Sparkassenhaus Erich Heckel: geöffnet von 13 bis 17 Uhr

Deutsches Pferdebahnmuseum: geöffnet von 13 bis 17 Uhr

Nicolaikirche: geöffnet von 13 bis 17 Uhr, 10.30 bis 12 Uhr Gottesdienst
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Schon im vorigen Jahr hatten die Döbelner an einem verkaufsoffenen Sonntag die Kunst des Malers genießen können. Das Veranstaltungsformat wird am Sonntag in erweiterter Form neu aufgelegt. Die Geschäfte sind diesmal nicht offen, aber dafür das Theater, das Pferdebahnmuseum und die Nicolaikirche. Berno Ploß, Technischer Leiter des Theaters, wird durchs Haus führen.

„Die Besucher kommen an Orte, die man sonst nicht sieht. Hinter und unter die Bühne, in die Garderoben und die Maskenbildnerei. Wir stellen auch Theaterberufe vor und die Geschichte des Hauses“, sagte Ploß. „Interessant ist für die Besucher auch die Brandschutztechnik wie etwa der Eiserne Vorhang.“

Jörg Lippert, Vereinschef der Pferdebahner, begrüßt die Aktion. „Das war im vorigen Jahr schon ein schöner Erfolg. Es ist für die Döbelner gut, wenn alles offen ist.“ Auch der Eintritt ins Pferdebahnmuseum ist frei. Die historische Pferdestraßenbahn fährt an diesem Tag allerdings nicht.

Das älteste Haus, das sich an der Aktion beteiligt, ist die Nicolaikirche. Ihre Ausstattung ist museal. Der Hochaltar ist einer der schönsten in Sachsen. Dazu wird mit dem Mirakelmann eine seltene Christusfiguren für Mysterien- und Passionsspiele gezeigt.