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Freistaat hilft mit sächsischem Sonderweg

Sachsen unterstützt den Mittelstand mit nachhaltigen zinslosen Darlehen durch die Krise. Und das auch für Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern.

© PR

Natürlich scheinen auf den ersten Blick kurzfristige Zuschüsse den Unternehmen in der aktuellen Krise eher zu helfen, als zinslose Darlehen, die nach drei Jahren sieben Jahre lang zurückzuzahlen sind. Auf den zweiten Blick allerdings wird deutlich, dass es genau diese Darlehen sind, die dem sächsischen Mittelstand langfristiger helfen werden. Davon ist nicht nur Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig überzeugt, sondern unter anderem auch die Industrie- und Handelskammer. Und genau deshalb hatte der Freistaat schon vor dem Sofortprogramm des Bundes, das an Firmen mit maximal zehn Mitarbeitern kurzfristige Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro ausreicht, ein eigenes Darlehensprogramm unter dem Titel „Sachsen hilft sofort“ aufgelegt: bis zu 50.000 Euro erhalten Firmen bis eine Million Euro Jahresumsatz. Ab heute wird es erweitert: Nun bekommen auch Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von über einer Millionen Euro zinslose Darlehen über bis zu 100.000 Euro. 

„Die sächsische Wirtschaft ist von ihrer Struktur her kleinteiliger, als die in so manch anderem Bundesland – hier ist es eben genau der Mittelstand mit bis zu 100 Mitarbeitern, der das Herz unserer Wirtschaft schlagen lässt“, begründet der Minister, den eigenen Weg Sachsens. Denn genau diese Firmen mit über einer Million Umsatz gingen bisher bei den Sofortprogrammen von Bund – und auch dem Land Sachsen – leer aus.

Neben den kleinen Unternehmen, Einzelunternehmern und Kreativen, kommen nun also auch größere Mittelständler in den Genuss der Unterstützung. Und die hat der Freistaat aus gutem Grund langfristiger angelegt: „Kurzfristige Zuschüsse helfen natürlich unmittelbar, das ist richtig – aber wir müssen nicht nur schauen, was in vier Wochen ist, sondern auch, was in vier Monaten ist“, so Martin Dulig.

Niemand wisse derzeit, wie lange die aktuelle Krise noch andauern wird. Aus diesem Grund setzt Sachsen mit dem Förderprogramm auf Darlehen, die erweiterbar sind und anders als Bankkredite nicht als Belastung, sondern sofort als Einnahme gelten und damit wiederum auch die Kreditwürdigkeit der Unternehmen erhöhen. Das verschafft den Firmen genauso Luft, wie die Zeitdauer von drei Jahren bis zur ersten Rückzahlungsrate. Wer das Geld dann sofort zurücküberweist, bekommt noch einmal zehn Prozent der Summe erlassen. Wer länger braucht, auch kein Problem: Dann läuft das Darlehen weitere sieben Jahre. Sondertilgung jederzeit möglich. Wer die durch Corona verlorenen Umsätze in den ersten drei Jahren nicht ausgleichen kann, erhält 20 Prozent der Darlehenssumme erlassen.

Sachsen geht damit in Vorkasse für die Unternehmen – und ist bereit, sich dafür zu verschulden. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr gut gewirtschaftet, natürlich vor allem Dank der Steuern, die von den hiesigen Unternehmen gezahlt wurden“, unterstreicht der Wirtschaftsminister. Der Freistaat wolle nun ein Stück davon zurückgeben, um das Herz der sächsischen Wirtschaft weiter kraftvoll schlagen zu lassen und Tausende Arbeitsplätze zu sichern. Dabei ist auch diese Unterstützung wohldosiert, macht Martin Dulig deutlich. „Wir haben darauf geachtet, dass wir noch die zweite oder notfalls auch die dritte Luft haben, um noch einmal nachlegen zu können!“

Weitere Informationen und Beantragung unter https://www.sab.sachsen.de/