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Freistaat soll Schleuse entschlammen

Sand bedroht die Kahnfahrt auf der Oberen Schleuse. Die Stadt Sebnitz sieht das Land Sachsen in der Verantwortung.

Von Dirk Schulze

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Hinterhermsdorf. Noch in diesem Monat wird es beim sächsischen Umweltministerium eine Beratung zur Zukunft der Oberen Schleuse geben. Das kündigte Sebnitz’ Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) gegenüber der Sächsischen Zeitung an. Bei dem Termin soll geklärt werden, wie die abgelagerten Sedimente aus dem Stausee kommen – oder vielmehr, wer dafür verantwortlich ist. „Wir sind als Stadt nicht bereit, das Gewässer des Eigentümers in Ordnung zu bringen“, sagt Ruckh. Die Anlage gehört dem Freistaat Sachsen, Sebnitz hat sie gepachtet. Seit mindestens drei Jahren ist bekannt, dass der angestaute See ausgebaggert werden muss. Die verbleibende Fahrrinne für die Kähne – ein wichtiger Touristenmagnet – wird immer schmaler.

Doch bis heute fehlt es an Genehmigungen für die Baggeraktion. Die Kirnitzschklamm liegt in der Kernzone des Nationalparks und ist besonders geschützt. Bevor hier etwas passieren darf, müssen unter anderem Nationalparkverwaltung, Landestalsperrenverwaltung und Fischereibehörde ihr Okay geben – allesamt Behörden des Freistaats, dem die Schleuse ja gehört. Noch komplizierter wird es, weil mitten durch die Kirnitzsch die Landesgrenze verläuft – es müssen also auch die tschechischen Behörden zustimmen. Deshalb will die Stadt Sebnitz die Zuständigkeiten jetzt grundsätzlich auf den Prüfstand stellen.

Die kommende Saison sei aber nicht gefährdet, erklärt OB Ruckh. Die Kähne können weiterhin fahren.