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Freistaat spendiert fünf Millionen

334 Bewerber hofften beim Ideenwettbewerb auf Preisgelder. Im Landkreis kommen neben Königstein acht in den Genuss.

© dpa

Je kreativer und nachhaltiger, desto größer die Gewinnchance: Bei dem Ideenwettbewerb des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft sind in dieser Woche insgesamt fünf Millionen Euro ausgeschüttet worden. Sächsische Kommunen, Vereine, Verbände oder private Akteure konnten im vergangenen Jahr ihre Ideen einreichen. Gesucht wurden konkrete Vorschläge für die Gestaltung des Zusammenlebens im ländlichen Raum und zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort.

Insgesamt 334 Beiträge, die den ländlichen Raum weiterentwickeln und voranbringen sollen, wurden eingereicht. Zwischen 5 000 Euro und 500 000 Euro hat der Freistaat am Ende für die besten Ideen springen lassen, damit die Kommunen ihre Projekte auch umsetzen können. Neben Königstein und dem Permahof in Hohburkersdorf wurden 56 Projekte ausgewählt, die ein Preisgeld bekommen.

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Wer das Geld erhält, das Geheimnis wurde am Montag bei einer Preisverleihung in Glauchau gelüftet, bei der auch Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) dabei war. „Die große Resonanz auf den Wettbewerb zeigt: Der ländliche Raum hat ein riesiges kreatives und innovatives Potenzial“, sagte Schmidt bei dem Festakt. Bei dem Wettbewerb ging es vordergründig darum, dass lokale Akteure Treffpunkte schaffen, an denen Menschen die Gelegenheit bekommen, zu diskutieren und zu kommunizieren. Außerdem sollten Kunst und Kultur im ländlichen Gebiet gestärkt werden – wie das Beispiel Königstein zeigt. Prämiert wurden auch Ideen zur Gestaltung des natürlichen Lebensumfeldes und für den Schutz der Artenvielfalt in Verbindung mit gemeinschaftlichen Aktivitäten und Bildungsangeboten.

Der Wettbewerb wird aus Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen finanziert.

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 Preisträger im Landkreis

Verein Landschaf(f)t Zukunft: 5 000 Euro für eine Mitfahrplattform, die Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsorten anbietet.

Ziegenwirt Patrick Pietsch aus Königstein: 5 000 Euro für ganzheitliche Ziegenwirtschaft und einen Verkaufswagen für Ziegeneis am Elberadweg.

Arge Martin Kusic-Patrix und Flora Patrix: 5 000 Euro für das Schloss Rottwerndorf bei Pirna.

Verein Gogelmosch Stolpen: 5 000 Euro, um Jugendliche bei der Berufsfindung zu unterstützen.

Permahof Hohburkersdorf: 5 000 Euro für eine Umweltwerkstatt.

Posaunenchor Dürrröhrsdorf-Dittersbach: 5 000 Euro für digitale Assistenten in der Posaunenchorausbildung und -musik.

Heimatverein Maxen: 5 000 Euro für digitale Technik.

Stadt Königstein: 400 000 Euro für ein Kulturmanagement und die Belebung der Innenstadt.

Gemeinde Klingenberg: 100 000 Euro für eine Online-Plattform, um Ehrenamtliche und Vereine besser zu vernetzen. 

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