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Freital feilt an Parkplatz-Plänen

In der Stadt sollen drei große neue Stellflächen entstehen. Für einen gibt es nun einen konkreten Zeitplan.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Tobias Winzer

Freital. Das Parken in Freital soll in den kommenden Monaten deutlich komfortabler werden. Die Stadtverwaltung und das Krankenhaus wollen an insgesamt drei Stellen in der Stadt neue Parkplätze mit insgesamt rund 250 Stellflächen bauen. Nachdem die Pläne zum Jahresanfang bekannt gemacht wurden, gibt es nun zumindest für einen der geplanten Parkplätze einen konkreten Zeitplan. Die Sächsische Zeitung zeigt, wie der Stand der Dinge aussieht.

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Hier, unweit des Bahnhofs Potschappel, ist ein zweigeschossiges Parkdeck geplant.
Hier, unweit des Bahnhofs Potschappel, ist ein zweigeschossiges Parkdeck geplant. © Karl-Ludwig Oberthür
Die Freitaler Klinik will diesen derzeit noch wild genutzten Parkplatz herrichten. Fotos: Karl-Ludwig Oberthür
Die Freitaler Klinik will diesen derzeit noch wild genutzten Parkplatz herrichten. Fotos: Karl-Ludwig Oberthür © Karl-Ludwig Oberthür

Projekt 1: Schloss Burgk soll Großparkplatz bekommen – trotz Kritik
Ein Parkplatz mit etwas mehr als hundert Stellflächen für Autos und Reisebusse am Schloss Burgk? Das gefällt nicht jedem. Nachdem die Sächsische Zeitung zum ersten Mal im Februar über das Projekt berichtet hatte, gab es reichlich Kritik an dem Vorhaben – vor allem von Anwohnern. Nach Protestkommentaren im Internet und Handwurfzetteln hatten Anwohner in Burgk eine Petition gegen den Bau des Parkplatzes eingereicht. Insgesamt unterschrieben 185 Bürger den Protestbrief. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch etliche Befürworter des Vorhabens.

Dies sieht einen Parkplatz an der Burgker Straße in der Nähe des Förderturms vor. Vorgesehen sind mehr als hundert Stellplätze für Autos und weitere sechs für Busse. Laut Haushaltsplan sind rund 810 000 Euro dafür eingeplant. 650 000 Euro sollen über Fördermittel finanziert werden. 2019 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Wie die Stadt mitteilt, werde derzeit an einem entsprechenden Bebauungsplan für das Projekt gearbeitet. Wann dieser fertig sein wird, kann das Rathaus nicht sagen. Anschließend diskutiert der Stadtrat darüber. Geben die Volksvertreter ihr Okay, wird der Plan öffentlich ausgelegt. Alle Anwohner haben dann die Chance, offiziell ihre Bedenken gegen das Projekt zu äußern oder Gegenvorschläge zu machen. Wiederum der Stadtrat entscheidet dann, wie mit den Einwänden zu verfahren ist. Erst wenn das Projekt auch diese Hürde genommen hat, kann gebaut werden.

Projekt 2: Neues Parkdeck soll Umstieg zur S-Bahn leichter machen

Ebenfalls noch in den Planungen steckt der Bau eines zweigeschossigen Parkdecks am Bahnhof Potschappel. Mittlerweile scheint hier die Finanzierung geklärt zu sein. Nach einer gemeinsamen Studie mit dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), die ergeben hat, dass ein Bedarf für 60 Stellplätze besteht, zahlt nun der VVO die Planung des Parkdecks. Später rechnet Freital mit einer 75-prozentigen Förderung des rund zwei Millionen Euro teuren Projekts durch den Freistaat. Das Parkdeck soll an der Ecke Gutenbergstraße/Am Bahnhof entstehen und vor allem Pendlern dienen.

Auf dem Platz des Handwerks vor dem Bahnhof Potschappel gibt es zwar einen sogenannten Park-and-ride-Platz. Allerdings ist dieser mit zehn Stellflächen viel zu klein – der Bahnhof Potschappel zählt zu einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Region Freital. Der Parkplatz ist stets voll.

Bei dem Vorhaben ist die Stadt Freital allerdings von der Deutschen Bahn abhängig. Wie das Rathaus mitteilt, verhandele man noch über den Kauf eines Eingeschossers an der für das Parkdeck vorgesehenen Fläche. Ursprünglich war vorgesehen, dieses Gebäude noch in diesem Jahr abzureißen und an der Stelle im kommenden Jahr das zweigeschossige Parkdeck mit insgesamt 60 Parkplätzen zu errichten. Ziehen sich die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn jedoch noch länger hin, droht dieser Zeitplan zu platzen.

Projekt 3: Klinikum befestigt wilden Parkplatz

Am weitesten vorangeschritten sind die Planungen für einen neuen Parkplatz in der Nähe des Freitaler Klinikums. Bereits im vergangenen Jahr hat der Stadtrat beschlossen, dass die Stadt dem Klinikum eine etwa 2 000 Quadratmeter große Fläche an der Wehrstraße verkauft. Mit dem Grundstück soll die Parkplatznot rund um das Krankenhaus gelindert werden.

Wie Kliniksprecherin Heike Klameth nun mitteilt, sind die Planungen vonseiten des Klinikums fertig und beim städtischen Bauamt eingereicht. „Im Moment warten wir auf die Genehmigung.“ Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten voraussichtlich im September beginnen und bis Jahresende abgeschlossen sein.

Entstehen sollen 65 Parkplätze für Mitarbeiter. Dadurch kann der bisherige Mitarbeiterparkplatz an der Bürgerstraße für Patienten und Besucher freigegeben werden. Das Vorhaben soll 385 000 Euro kosten.