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Gepflanzt für die nächsten hundert Jahre

Bald werden in der Stadt Freital hundert neue Bäume wachsen. Ein Jubiläumsprojekt für künftige Generationen schlägt Wurzeln.

Susanne Brand vom Umweltzentrum Freital (links) übergibt Ellen Werner und Sebastian Strebe von der Firma Dr. Born - Dr. Ermel die Urkunde für den gespendeten Vogelkirschbaum im Park hinter dem Neumarkt.
Susanne Brand vom Umweltzentrum Freital (links) übergibt Ellen Werner und Sebastian Strebe von der Firma Dr. Born - Dr. Ermel die Urkunde für den gespendeten Vogelkirschbaum im Park hinter dem Neumarkt. © Egbert Kamprath

Sie sind an den bunt bemalten Pfählen zu erkennen. Und sie stehen an ganz verschiedenen Orten - zum Beispiel im Heilsberger Park, am Goetheplatz oder im Windbergpark. Sie sind noch jung, müssen gehegt und gepflegt werden. Ob Linde, Buche, Vogelkirsche oder Feldahorn - sie zeigen, dass die Zukunft von Freital noch grüner werden kann.

Das Projekt "100 Bäume für Freital" hat dieses Jahr sein Ziel erreicht. Im Herbst werden die restlichen Gehölze gepflanzt. Vor zwei Jahren rief die Stadt Freital gemeinsam mit dem Umweltzentrum zu einer Spendenaktion auf.  40.000 Euro für einhundert Bäume sollten gesammelt werden, um das städtische Grün zu bereichern. Ob Einzelperson, Familie oder Unternehmen - jeder konnte einen Baum im Wert von 400 Euro spenden. 

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Und so hatten auch Ellen Werner und Sebastian Strebe von der Firma Dr. Born - Dr. Ermel die Initiative ergriffen und zwei Bäume gespendet. Fest verwurzelt ist nun das Ergebnis am Windbergpark zu sehen: zwei Vogelkirschen, eine mit und eine ohne Früchte. "Solche Firmen können wir in Freital noch mehr gebrauchen", sagt Susanne Brand vom Umweltzentrum. Die Rentnerin begleitet als Vorstandsmitglied das Projekt ehrenamtlich.

Ein Geschenk für gute Luft

Die Ideengeber vom Umweltzentrum sehen die Pflanzen als ein Geschenk an eine Stadt, die jahrelang mit starker Luftverschmutzung zu kämpfen hatte. "Wir wissen alle, Bäume verwandeln mühelos Kohlendioxyd in Sauerstoff und sind in vielfältiger Form, beispielsweise als Schattenspender an heißen Sommertagen, als Lebensraum für die heimische Tierwelt oder auch als Aufwertung der Landschaftsgestalt ein wahrer Segen“, heißt es von den Initiatoren.

Denn für eine Stadt sind nicht nur Gebäude und Straßen wichtig -  das städtische Grün spielt ebenfalls eine große Rolle. So sind es auch die verbindenden Freiräume, die einen Ort ausmachen. Der Baum als ein Ort, unter dem man im Sommer ein kurzes Päuschen macht, der im Herbst das Laub für Basteleien abwirft und im Frühling einen sicheren Nistplatz für Vögel bietet.

Nun ist das Ziel erreicht

61 Bäume sind schon gepflanzt. Die restlichen folgen in der Herbstzeit. Die Arten wurden dabei vom Grünflächenamt gemeinsam mit den Spendern ausgewählt. Sie sollten an die verschiedenen Standorte bestmöglich angepasst sein. Die Kosten von 400 Euro entstanden durch den Baum selbst, die Befestigungspfähle, die Anpflanzung durch eine Firma sowie die Pflege innerhalb der ersten zwei Jahre. Mehrere Schulen und der Förderkreis "Biotec" halfen beim Bemalen der Pfähle. Danach werden Baumwächter gesucht, die sich um die Bäumchen kümmern.

Susanne Brand aus dem Vorstand des Umweltzentrums freut sich sehr, dass die Freitaler so viel Interesse an dem Grün in der Stadt haben. Und weil es mehr Förderer gibt als nötig, soll das Projekt fortgesetzt werden. "Wir planen momentan die weitere Umsetzung, denn warum sollte man jetzt aufhören. Es gibt genug Interesse unter den Bürgern, und wir wissen nun, wie es funktioniert", sagt Susanne Brand enthusiastisch.

Neben dem Engagement für das Baumprojekt freut sich das Umweltzentrum auch über anderweitige Unterstützung. Aufgrund der Corona-Bestimmungen konnten sie lange keine Projekte durchführen, weshalb die finanzielle Situation schwierig ist. "Wir freuen uns über Spenden und neue Mitglieder jeden Alters", so Susanne Brand. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Webseite des Umweltzentrums.

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