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Freitals Stadtgeburtstag in Bildern

An diese Party werden sich die Gäste noch lange erinnern: Das fröhliche und auch würdige Fest am Neumarkt zum 100.

Zur Eröffnung am Freitagabend gab es ein Feuerwerk vor der Kulisse des Windberges.
Zur Eröffnung am Freitagabend gab es ein Feuerwerk vor der Kulisse des Windberges. © Karl-Ludwig Oberthür

Wie feiert man 100Jahre? Als Mensch zum Beispiel mit Kuchenkränzchen im Familienkreis. Und dann kommt ein Offizieller von der Kommune mit einem Blumenstrauß. Mehr als 50-mal, so erzählt Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg am Freitagabend in seiner Festrede, habe er schon 100-Jährigen gratuliert.

Und nun ist es seine Stadt, die 100 wird, die er nicht nur als Chef der Verwaltung leitet, sondern in der er von Kindheit an sein Leben verbracht hat. Da kann auch einem Oberbürgermeister schon mal die Stimme versagen, wenn er eine Festrede halten muss.

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Zumal es die vierte Ansprache das Tages war. Der 1. Oktober 2021 ist Freitals großer Geburtstag. Grund genug also, ab dem frühen Morgen in zahlreichen Veranstaltungen der Stadtgründung vor 100 Jahren zu gedenken. Und weil diesem Tag ein Wochenende folgte, wurde daraus gleich eine dreitägige Party.

Neumarkt in Festgelände verwandelt

Und was für eine. Ein Bürgerfest zum 100. hatte das Vorbereitungsteam versprochen und mancher dachte an eine Kopie des Windbergfestes. Bierzelt, Schlagersänger, Karussells, Bratwurststand - so etwas in der Art. Nichts dergleichen ereignete sich.

Schon die Wahl des Veranstaltungsortes kündigte ein neues Format an. Der Neumarkt war drei Jahre lang umgestaltet worden und nun konnte er seine Premiere als Freitals neue Location feiern.

Das Festgelände wurde schon eine Woche vorher abgesperrt, am Freitagabend standen eine solide Bühne, Stuhlreihen, festlich geschmückte Tische und bunt beleuchtete Pagodenzelte, aus denen Getränke und internationale Küche ausgeschenkt wurden.

In einer bunten Revue blickten die Spielbühne Freital und das Dresdner Salonorchester, moderiert von der Sängerin Kathy Leen auf 100 Jahre Stadtgeschichte zurück.
In einer bunten Revue blickten die Spielbühne Freital und das Dresdner Salonorchester, moderiert von der Sängerin Kathy Leen auf 100 Jahre Stadtgeschichte zurück. © Karl-Ludwig Oberthür
100 Leute und dazu noch viele Schaulustige kamen am Sonnabend zu Drums Alive vom Verein Muskelkater.
100 Leute und dazu noch viele Schaulustige kamen am Sonnabend zu Drums Alive vom Verein Muskelkater. © Annett Heyse
Sportlich ging es auch am Stand des Kreissportbundes zu, wo sich Ronny Meier und seine Tochter Mia beim Kicker messen.
Sportlich ging es auch am Stand des Kreissportbundes zu, wo sich Ronny Meier und seine Tochter Mia beim Kicker messen. © Karl-Ludwig Oberthür
Lina und Katja Wenzel stiegen in die Modell-Windbergbahn ein, die am Sonnabend im Vereinsgelände aufgebaut war.
Lina und Katja Wenzel stiegen in die Modell-Windbergbahn ein, die am Sonnabend im Vereinsgelände aufgebaut war. © Karl-Ludwig Oberthür
Am Stand des Familienzetrums Regenbogen wurden allerlei herbstliche Dekorationen wie Drachen und Blumentöpfe gebastelt.
Am Stand des Familienzetrums Regenbogen wurden allerlei herbstliche Dekorationen wie Drachen und Blumentöpfe gebastelt. © Karl-Ludwig Oberthür
Für eine Stärkung zwischendurch sorgte Simon Patzke und reicht Pasta mit Trüffelfond, Cherrytomaten Sonnenblumenkernen, Ruccola und Parmesan.
Für eine Stärkung zwischendurch sorgte Simon Patzke und reicht Pasta mit Trüffelfond, Cherrytomaten Sonnenblumenkernen, Ruccola und Parmesan. © Karl-Ludwig Oberthür
Ein 25-minütiger Geschichtskurs als Lasershow war am Sonnabend eine der Festhöhepunkte und zog trotz vorgerückter Stunde auch viele junge Familien an.
Ein 25-minütiger Geschichtskurs als Lasershow war am Sonnabend eine der Festhöhepunkte und zog trotz vorgerückter Stunde auch viele junge Familien an. © Karl-Ludwig Oberthür
Der Neumarkt war am Abend in stimmungsvolles Licht gehüllt.
Der Neumarkt war am Abend in stimmungsvolles Licht gehüllt. © Karl-Ludwig Oberthür
Die Partyband Jolly Jumper heizte mit einer Mischung aus deutschem Schlager, Ostrock und Rock 'n' Roll dem Publikum ein.
Die Partyband Jolly Jumper heizte mit einer Mischung aus deutschem Schlager, Ostrock und Rock 'n' Roll dem Publikum ein. © Karl-Ludwig Oberthür
So geht Stadtfest: Am Samstagabend ist richtig Stimmung auf dem Neumarkt.
So geht Stadtfest: Am Samstagabend ist richtig Stimmung auf dem Neumarkt. © Karl-Ludwig Oberthür

Bunte Revue zur Stadtgeschichte

Eröffnet wurde das Fest mit einer bunten Revue, gestaltet von der Spielbühne Freital in Zusammenarbeit mit dem Salonorchester Dresden und moderiert von der Sängerin Kathy Leen, übrigens eine Freitalerin.

Kurzweilig und unterhaltsam wurde Freitals 100-jährige Geschichte anhand von zehn Bildern erzählt. Die Veranstaltung hätte durchaus mehr Zuschauer verdient gehabt. Das gilt auch für den anschließenden Auftritt von Two of us. Das Duo spielte Rockklassiker der 60er und 70er, handwerklich hervorragend präsentiert.

Doch der Begriff "Festakt" und der Zwang, für zehn Euro eine Karte kaufen zu müssen, die dann in einen Verzehrgutschein umgewandelt wurde, hatte wohl etliche potenzielle Gäste abgehalten. Schade eigentlich und wohl der einzige Kritikpunkt, den man äußern muss.

Partystimmung am Samstagabend

Die Gäste kamen dann am Sonnabend, um zunächst bei schönstem Sonnenschein und warmen Herbstwetter im Windbergpark zwischen den Ständen der Vereine zu bummeln. Ein buntes Angebot war dort aufgebaut. Die Windbergbahn war mit dabei, die Schützengilde, das Umweltzentrum und viele andere. Die sportlich-musikalische Mitmach-Aktion vom Verein Muskelkater, Drums Alive, zog tatsächlich 100 Akteure an.

Am Abend dann ein Höhepunkt des Festes: In einer knapp 25-minütigen Lasershow wurde Freitals Stadtgeschichte erzählt und zwar von den Anfängen an. Nein, nicht ab 1921, sondern ab der Urzeit, als Saurier das spätere Weißeritztal bevölkerten.

Später kamen Elbslawen, dann fränkische Siedler, auf dem Burgwartsberg wurde das Castell Thorun errichtet und wieder geschliffen, später wurde im Döhlener Becken Kohle entdeckt, bedeutende Erfindungen folgten, Industrie entstand.

Da kann schon mal die Brust der Freitaler schwellen. Zeit für Party also und wer kann das besser, als die selbsternannte beste Partyband der Welt. Jolly Jumper betrat die Bühne und brachte die Massen mit einer Mischung aus Ostrock, Schlagermusik und Rock 'n' Roll so richtig in Tanzstimmung.

So lief die Jubiläumsparade

Bei schönstem Spätsommerwetter waren Tausende auf der gesperrten Dresdener Straße unterwegs.
Bei schönstem Spätsommerwetter waren Tausende auf der gesperrten Dresdener Straße unterwegs. © Karl-Ludwig Oberthür
Jeder der 15 Stadtteile war bei der Parade vertreten.
Jeder der 15 Stadtteile war bei der Parade vertreten. © Karl-Ludwig Oberthür
Auch einige Firmen, wie hier das Edelstahlwerk, beteiligten sich.
Auch einige Firmen, wie hier das Edelstahlwerk, beteiligten sich. © Karl-Ludwig Oberthür
Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (li.) und sein Vize Peter Pfitzenreiter hatten sichtlich Spaß bei der Parade.
Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (li.) und sein Vize Peter Pfitzenreiter hatten sichtlich Spaß bei der Parade. © Karl-Ludwig Oberthür
Die Windbergbahn, im Volksmund auch Possendorfer Heddel genannt, schnaufte beim Festumzug mit.
Die Windbergbahn, im Volksmund auch Possendorfer Heddel genannt, schnaufte beim Festumzug mit. © Karl-Ludwig Oberthür
Die Karnevalisten durften natürlich nicht fehlen, sind sie doch ohnehin erfahren, was solche Umzüge durch Freital angeht.
Die Karnevalisten durften natürlich nicht fehlen, sind sie doch ohnehin erfahren, was solche Umzüge durch Freital angeht. © Karl-Ludwig Oberthür
In diesem Gespann fuhr Freital bekannteste Sagengestalt mit: der Musiker Rotkopf Görg.
In diesem Gespann fuhr Freital bekannteste Sagengestalt mit: der Musiker Rotkopf Görg. © Karl-Ludwig Oberthür
Die Somsdorfer hatten ihre Alttraktoren aus den Scheunen geholt, um bei der Parade mitzufahren.
Die Somsdorfer hatten ihre Alttraktoren aus den Scheunen geholt, um bei der Parade mitzufahren. © Karl-Ludwig Oberthür
Auf der Wiese hinter dem Neumarkt wurde ein Kinderfest gefeiert. Entsprechend bunt und wuselig ging es hier zu.
Auf der Wiese hinter dem Neumarkt wurde ein Kinderfest gefeiert. Entsprechend bunt und wuselig ging es hier zu. © Karl-Ludwig Oberthür
Die Quad-Rennstrecke war vor allem bei den Jungs beliebt, hier dreht der kleine Justin eine Runde.
Die Quad-Rennstrecke war vor allem bei den Jungs beliebt, hier dreht der kleine Justin eine Runde. © Karl-Ludwig Oberthür
Zum Entenrennen wurden Dutzende Gummi-Enten auf die Weißeritz gesetzt.
Zum Entenrennen wurden Dutzende Gummi-Enten auf die Weißeritz gesetzt. © Karl-Ludwig Oberthür

Festparade durch die Stadt

Der Auftakt in den dritten Feiertag fand dann ganz oben statt. Auf Freitals Windberg wurde ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Elf Uhr war an der Weißeritz alles bereit für den Kindertag. Die Wiese zwischen Neumarkt und Weißeritz war bunt getupft mit Hüpfburgen, Theaterbühne, Krabbelstrecken, Quad-Rennbahn.

Pünktlich 14 Uhr waren dann wieder die Erwachsenen gefragt. Die große Festparade zum Stadtjubiläum setzte sich an der Schachtstraße in Bewegung. in einer großen Schleife folgte der Umzug der Dresdner Straße bis Potschappel und dann zurück bis zum Neumarkt.

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Alle 15 Stadtteile waren in verschiedenen Bildern vertreten und so hatte nahezu jeder Verein, viele historische Persönlichkeiten und manche Institution ihren Auftritt. Es war ein fröhliches, buntes und würdiges Stadtfest, zu dessen Gelingen Hunderte beitrugen. Und sogar die Sonne strahlte mit allen Freitalern.

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