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Tharandt: Nachbarn bringen Advent auf die Straße

In Tharandt haben sich Anwohner zusammengetan, um für eine weihnachtliche Stimmung in der Stadt zu sorgen. Eine Idee, die Freude bringt.

Die Tharandter Gudrun Morgenroth (links) mit Ihrem Sohn Linus Leopold (11) und Heike Gruhlke haben einen Adventskalender gebastelt.
Die Tharandter Gudrun Morgenroth (links) mit Ihrem Sohn Linus Leopold (11) und Heike Gruhlke haben einen Adventskalender gebastelt. © Daniel Schäfer

Es war im Herbst dieses Jahres, als die Infektionszahlen wieder hochgingen und Heike Gruhlke sich dachte: Weihnachten wird dieses Jahr wohl ganz anders. Also beschloss sie etwas Warmes für die dunklere Jahreszeit zu kreieren. Gemeinsam mit ihren Nachbarn machte sie sich an die Ideenfindung und herauskam: Ein Adventskalender für alle Tharandter.

Sofort stürzten sie sich in die Arbeit: Der elfjährige Linus und die Sozialarbeiterin Heike Gruhlke gruben sich durch den Weihnachtsfundus und entdeckten: Geschichten, Gedichte, Basteleien und Rezepte.

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Kurz vor dem ersten Advent stand dann Gudrun Morgenroth, die Nachbarin von Heike Gruhlke, an der Hausmauer in der Heinrich-Cotta-Straße und begann zu schmücken: Lichterketten, Tannenbaum, Weihnachtskugeln, Sterne. Schon da staunten die ersten vorübergehenden Spaziergänger über die weihnachtliche Stimmung.

Ab Dezember war es dann so weit. An jedem Tag füllte sich die Hausmauer mit Türchen voller weihnachtlicher Ideen. Und mit ihnen kamen die Besucher – von klein bis groß. „Zum Nikolaus haben wir die Nikolausgeschichte aufgeschrieben und eine Bastelanleitung für Sterne ausgehangen“, sagt Heike Gruhlke. Ausmalbilder oder Fröbelsterne basteln - mit jedem Tag kommen kleine weihnachtliche Momente auf die Straße.

Adventskalender zum Mitnehmen

Einen Lieblingstag haben die Kreativen aber nicht. Dem elfjährigen Linus gefallen alle Türchen. „Ich freu mich über jeden Tag“, sagt auch Heike Gruhlke. „Für uns ist es immer eine Überraschung, wie die Leute reagieren, wenn wir die Zettel am Vorabend aufhängen.“ Anfangs seien die Tharandter noch etwas skeptisch gewesen, doch jetzt werde der Kalender sehr gut angenommen.

Das beweisen auch die Barbarazweige. „Die waren schnell vergriffen“, sagt Gudrun Morgenroth. Die hatte sie zum Barbaratag am 4. Dezember in eine Vase gestellt. Jeder Besucher konnte sich einen Kirschzweig mitnehmen, der hoffentlich am Heiligabend blühen wird.

Ob es im nächsten Jahr wieder einen Adventskalender geben werde, sagen die Initiatoren aber noch nicht. „Vielleicht wird es auch was ganz anderes“, sagt Heike Gruhlke augenzwinkernd. Doch eines wissen sie alle drei: Mit dem Kalender konnten sie ein bisschen Licht und Wärme auf die Straßen in Tharandt bringen.

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