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Freitals Stadtrat löst AG Gedenken auf

Die Forschungsgruppe verfassten Schriften und errichtete Denkmale. Das Ende kommt aus zwei Gründen.

Die AG Gedenken hatte die Idee für eine Stele am Burgwartsberg. Sie soll an das Castell Thorun erinnern.
Die AG Gedenken hatte die Idee für eine Stele am Burgwartsberg. Sie soll an das Castell Thorun erinnern. © Egbert Kamprath

Nach 28 Jahren gemeinsamer Geschichtsforschung wird die Arbeitsgruppe Gedenken aufgelöst. Das beschloss der Stadtrat Freital auf Antrag der AG-Mitglieder. Als Grund gaben die Männer der AG Gedenken an, sie sähen ihren Auftrag als erfüllt an.

Doch auch die personelle Situation führte wohl zum Ende der AG. Zuletzt bestand sie aus nur noch vier Mitgliedern. Zwei davon, Eberhard Kammer und Peter Kretzschmar nahmen stellvertretend die Dankesworte entgegen.

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Peter Kretzschmar ließ dann auch durchblicken, dass der Abschied nicht ganz freiwillig sei: "Wir haben vor einigen Jahren im Stadtrat um Nachwuchs geworben. Es meldeten sich zunächst sogar zwei Personen, aber zu einer Mitarbeit kam es nicht." Dabei gebe es noch so viel zu tun.

Die AG Gedenken wurde 1993 vom Stadtrat zunächst unter dem Namen "Gedenkstätte für die Opfer der Gewalt" gebildet. Ihre Aufgabe war es damals, eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft in Freital in der Zeit von 1933 bis 1989 einzurichten.

1998 wurde die Aufgabenstellung um die Erforschung der Leistungen von Persönlichkeiten des Plauenschen Grundes und Freitals, die kommunalpolitische Bedeutung haben, erweitert. In diesem Zusammenhang wurde die Gruppe in AG Gedenken umbenannt und bestand damals aus neun Männern und Frauen.

Die AG publizierte in den Folgejahren mehrere Werkstattberichte. Auch initiierte sie die Aufstellung mehrerer Denkmale, so die Stele für das Castell Thorun auf dem Burgwartsberg oder die Gedenktafel für die Friedliche Revolution 1989 nahe dem Platz des Friedens. 2013 wurden die Mitglieder mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Freital geehrt.

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