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Freitaler Motorradfahrer an höchstem Punkt

Die Biker mit ihren Oldtimern sind jetzt mitten in den Alpen. Ohne Reparaturen wären sie nicht so weit gekommen.

Die Biker auf der Motorradwanderfahrt von Freital nach Venedig auf dem höchsten Punkt, dem Stilfser Joch. Die Freitaler 100 ist immer dabei.
Die Biker auf der Motorradwanderfahrt von Freital nach Venedig auf dem höchsten Punkt, dem Stilfser Joch. Die Freitaler 100 ist immer dabei. © privat

Die Freitaler Motorrad-Abenteurer sind an ihrem höchsten Punkt auf der Gedenkfahrt von Freital nach Venedig angekommen. Die acht Biker vom Motorradstammtisch Freital mit ihren historischen Maschinen sind am Montag über den Alpen-Pass am Stilfser Joch gefahren. Der liegt 2.757 Meter hoch und ist der höchste Gebirgspass Italiens.

"Aktuell läuft alles prima", erklärt Organisator Marco Krauß. Das ist nicht selbstverständlich. Denn die Motorradfahrer sind mit Maschinen unterwegs, die Baujahr 1929 sind und früher. Damit sind sie auf den Spuren ihrer Freitaler Vorfahren. Die fuhren 1929 eben diese Strecke. Über dieses Abenteuer wurde damals viel berichtet. Seit 26. August sind die acht Biker auf eben jener Strecke von damals unterwegs.

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Motor musste gewechselt werden

Dass alle acht Motorräder planmäßig auf dem Stilfser Joch angekommen sind, war alles andere als selbstverständlich. Mehrfach waren schon erhebliche Reparaturen an den historischen Fahrzeugen nötig.

Bereits auf der zweiten Etappe musste am D-Rad-Gespann die Zylinderkopfdichtung gewechselt werden. Abends wurde dann noch festgestellt, dass an einem anderen D-Rad das Auslassventil gebrochen war und ersetzt werden musste. "Die Operation war nach einer Stunde abgeschlossen und die Maschine sprang auf den ersten Tritt an", verkündete die Truppe danach stolz.

Am folgenden Tag war sogar ein noch größerer Einsatz nötig. An der einzigen Maschine vom Typ NSU, die mit in der Kolonne fährt, musste der Motor gewechselt werden. Das war zum einen nur dank des Geschicks und der guten Vorbereitung der Fahrer möglich gewesen. Zudem wurde die Aktion noch "in einer Rekordzeit von drei Stunden absolviert", wie es hieß.

Das Wetter ist bis jetzt durchwachsen. Mit entsprechender Regenkleidung werden zwar Mensch und manchmal auch Maschine geschützt. Gerade in den Bergen der Alpen hatten sich die Biker aber etwas besseres Wetter gewünscht. Die alte Technik will dann erst recht beherrscht werden. Doch davon lassen sich die Abenteurer aber nicht entmutigen.

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Mit dabei haben die Biker auch immer die Freitaler 100. Denn die Gedenkfahrt wurde vom Motorradstammtisch im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Stadt initiiert. Insgesamt verläuft die Rundstrecke über knapp 3.000 Kilometer. Am Sonntag, dem 12. September, werden die tollkühnen Fahrer wieder in Freital zurückerwartet und sollen dann im Rahmen des Windbergfestes gebührend begrüßt werden.

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