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Altlasten weichen Freitals Kita-Neubau

Das Gelände am ehemaligen Busbahnhof wird saniert. Hier soll eine Einrichtung für 90 Kinder entstehen. Die Stadt prüft, ob eventuell noch mehr geht.

Direkt neben der Kita Storchenbrunnen wird das Gelände für ein zweites Gebäude vorbereitet.
Direkt neben der Kita Storchenbrunnen wird das Gelände für ein zweites Gebäude vorbereitet. © Karl-Ludwig Oberthür

Freitals spannendster Kindergarten steht derzeit an der Albert-Schweitzer-Straße. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft der Kita Storchenbrunnen lärmen in den Tagen vor Weihnachten und auch noch danach Lkws und Bagger auf einer Baustelle. Für die jungen Freitaler gibt es viel zu sehen - und es ist erst der Auftakt für ein größeres Projekt.

Die Stadt plant, direkt neben die Storchenbrunnen-Kita einen Zwillingsbau zu setzen. Das Haus zwei dient der Erweiterung. Es geht um neue 90 Plätze.

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Asbest und alte Fundamente müssen aus dem Boden

Im ersten Schritt muss nun das Gelände für den Kita-Neubau vorbereitet werden. Auf dem Areal befand sich einst der Busbahnhof. In Richtung Weißeritz lag der rückwärtige Bereich mit Garagen, Werkstatt, Tankstelle, Parkplätzen. Die Gebäude stehen zwar schon längst nicht mehr, doch abgebrochen wurden sie vor Jahren nur oberflächlich.

Nun muss das Gelände saniert werden. Diese Arbeiten haben vor einigen Tagen begonnen. Es werden alte Asphaltflächen, unterirdische Fundamente und Ablagerungen im Boden entfernt. Anschließend wird Füllmaterial eingebaut und das Gelände reguliert. Ende Januar sollen die Arbeiten beendet sein.

Alte Baupläne für Kita nachnutzen

Ein Baubeginn für den Kindergarten steht noch nicht fest. Im Augenblick laufen noch Abstimmungen für die Planung. Weil Freital dringend neue Plätze braucht, wurden die alten Baupläne - die Kita wurde im Frühjahr 2014 eröffnet - hervorgeholt. Ein bereits errichtetes Gebäude noch einmal zu bauen, spart enorme Planungszeit. Jedoch haben sich in den vergangenen Jahren einige Vorschriften verändert, weshalb die alten Pläne nun noch einmal überarbeitet werden.

Zudem hat die Stadt Fördermittel beim Land für die Schaffung von 100 Kitaplätzen beantragt. Rein rechnerisch passen jedoch nur 90 Kinder ins neue Haus. "Wir wollen schauen, dass wir für 100 Kinder bauen, um die Fördermittel voll auszuschöpfen", erklärte dazu Sozialbürgermeister Peter Pfitzenreiter im Stadtrat. Es gehe darum, die Baupläne leicht zu variieren.

Die Kita Storchenbrunnen wird von Lebensbaum aus Freital betrieben. Auch der Neubau soll von dem Verein übernommen werden. Übergangsweise hat Lebensbaum in der ehemaligen Schule Kleinnaundorf Kita-Gruppen für knapp 40 Kinder eröffnet. Damit konnte der Kitaplatz-Mangel vorerst etwas gelindert werden.

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