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Bannewitz startet optimistisch in 2021

Neben Corona war das Jahr 2020 von einem weiteren negativen Ereignis in Bannewitz geprägt. Karls Erlebnis-Dorf suchte sich einen anderen Standort.

Traum geplatzt: Der Bannewitzer Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) holte zwar Karls Erlebnis-Dorf nach Sachsen - aber nicht nach Bannewitz.
Traum geplatzt: Der Bannewitzer Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) holte zwar Karls Erlebnis-Dorf nach Sachsen - aber nicht nach Bannewitz. © Karl-Ludwig Oberthür

Der Bannewitzer Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) schaut auf das Jahr 2020 zurück. Neben der Corona-Krise, welche die Einwohner und die Verwaltung bis heute persönlich als auch wirtschaftlich und organisatorisch fordert, kam ein weiteres Ereignis, welches für Enttäuschung sorgte.

Robert Dahl hatte sich im Herbst 2020 dazu entschieden, den neuen weiteren Standort für sein Karls Erlebnis-Dorf nicht in Bannewitz sondern in Döbeln zu bauen. Grund dafür war eine Verkaufsverweigerung des Grundstücks in Bannewitz. Die Fläche, auf der Karls bauen wollte, gehört nicht der Gemeinde, sondern zwei Eigentümern, private Unternehmen. Eines der beiden wollte nicht verkaufen.

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Herr Fröse, war die Absage von Karls Erlebnisdorf 2020 überraschend?

So überraschend kam die Absage nicht. Ich bin zwar ein weinig enttäuscht und traurig aber mich freut, dass er trotzdem in Sachsen gebaut wird. Bis zuletzt haben wir alles unternommen, um die Verkaufsverhandlungen zwischen den Grundstückseigentümern und dem Karls-Geschäftsführer Robert Dahl voranzutreiben und zu einem Abschluss zu bringen. Bereits seit 2015 habe ich gekämpft, dass Karls nach Bannewitz an die B170 kommt. Ich kann Herrn Dahl aber verstehen. Er hat in Döbeln nun ein größeres Grundstück gekauft, auch wenn die Lage in Bannewitz mit Anbindung an die A17 und die Nähe zu Dresden aus meiner Sicht besser gewesen wäre.

Wie soll die Fläche an der B170 nun genutzt werden?

Natürlich ist mir klar, dass durch diese Entscheidung die Gewerbesteuereinnahmen nun in Döbeln fließen und nicht bei uns. Aber wer weiß, wofür es gut ist. Ich schaue optimistisch in die Zukunft. Die früher angedachte Cross-Strecke wird aber nicht kommen. Die Fläche haben wir bis 2023 gepachtet, dann läuft der Vertrag aus.

Was plant Bannewitz für 2021?

Wegen der Situation rund um Corona haben wir unseren Haushalt angepasst. Mit knapp 19 Millionen Euro haben wir einen ausgeglichenen Haushalt für 2021 beschlossen. Wichtig wird in diesem Jahr vor allem der weitere Umbau-und Ausbau des Schulkomplexes sein. Nachdem wir in diesem Jahr die Dreifeld-Sporthalle fertiggestellt haben, geht es nun an der alten Sporthalle weiter. Dort werden die neue Mensa und weitere Klassenräume einziehen. Die Fertigstellung ist im Februar 2022 geplant.

Daneben wird der Umbau des zu kleinen Feuerwehrgerätehauses Possendorf nun endlich starten. Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitte geteilt, damit die Feuerwehr die ganze Zeit einsatzfähig bleibt. Für die Kammeraden werden zuerst neue Garage für die beiden Einsatzfahrzeuge gebaut, danach folgt der Anbau eines zweiten Gebäudes neben dem Bestandshaus. Dort wird der neue Sozialtrakt einziehen. Im dritten und letzten Bauabschnitt soll das alte Gerätehaus umgebaut werden. Zudem entstehen 18 neue Parkplätze im Hofbereich. Wir planen mit Gesamtkosten von knapp einer Millionen Euro. Die Fördermittel dafür sind bereits da.

Welche Pläne gibt es für Bannewitz noch?

Auch der Breitbandausbau ist ein großes und sehr wichtiges Thema 2021 für uns. Hier sind alle Fördergelder jetzt genehmigt und wir werden nun mit den Arbeiten beginnen. Der Auftrag für die Enso ist bereits unterschrieben.

Wir sind auch gespannt wer nun in den Real-Markt einzieht. Dort steht die Entscheidung ja noch aus. Die Übernahme von Edeka mit bis zu 72 Real-Standorten, darunter auch Bannewitz soll nach Ende der Prüffrist des Bundeskartellamtes bekanntgegeben werden.

Auch der Bau am ehemaligen Landhandel in Hänichen hat Ende letzten Jahres begonnen. Dort wird der Konsum einziehen und Ende nächsten Jahres eröffnen. Für uns als Gemeinde ist das sehr wichtig um eine gute Versorgung zu ermöglichen.

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Und wenn es die Situation mit Corona zulässt, planen wir natürlich große Feiern nachzuholen. So steht die Eröffnung der Dreifeld-Sporthalle und die Nachfeier zur Dreißigjährigen Partnerstadt mit Bräunlingen im Schwarzwald im September an. Dazu planen wir die 725-Jahrfeier des Ortsteils Rippien und unsere Herbst-und Weihnachtsmärkte im nächsten Jahr.

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