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Bau am Possendorfer Gerätehaus soll starten

Am 25. Januar könnten die Tiefbauarbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus in Possendorf beginnen. Abgewartet werden muss dazu noch ein Ratsbeschluss.

Am Feuerwehrgerätehaus Possendorf wird noch nicht gebaut. Geplant ist, dass die Bagger Ende Januar anrollen sollen.
Am Feuerwehrgerätehaus Possendorf wird noch nicht gebaut. Geplant ist, dass die Bagger Ende Januar anrollen sollen. © Daniel Schäfer

Noch wird am alten Feuerwehrgerätehaus im Bannewitzer Ortsteil Possendorf nicht gebaut. Der Startschuss sollte eigentlich bereits im Dezember 2020 fallen, doch nun ruht die Baustelle erst einmal - auch wegen des Winterwetters, sagt Markus Kirchner, Fachbereichsleiter Bau und Ordnung der Gemeinde Bannewitz: "Mit den Bauarbeiten konnte noch nicht begonnen werden, da die anzufertigenden Schächte erst produziert werden mussten und auch aufgrund der Weihnachtspause erst am 18. Januar 2021 vom Werk geliefert wurden."

Hinzu kämen dann die winterlichen Bedingungen, welche einen Baustart am 18. Januar unmöglich machten. Nun sollen die Bauarbeiten als reine Tiefbauarbeiten am kommenden Montag starten.

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Welche Rolle spielt der Umlaufbeschluss?

Bis Mittwoch, den 20. Januar, um Mitternacht läuft noch ein sogenannter Umlaufbeschluss im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus.

Weil wegen der steigenden Corona-Zahlen im Januar keine Gemeinderatssitzung stattfinden kann, war eine wichtige Abstimmung bei den Räten schriftlich eingegangen. Darin geht es um die Vergabe für Bauleistungen am Gerätehaus-Dach in Höhe von 40.000 Euro an eine Baufirma. Bei dem sogenannten Umlaufbeschluss müssen alle Gemeinderäte mit Ja stimmen. Wenn einer dagegen stimmt, muss das Thema im technischen Ausschuss am 2. Februar nochmals besprochen werden.

Der technische Ausschuss kann über Maßnahmen bis zu Gesamtkosten von 60.000 Euro entscheiden.

Welche Bauabschnitte werden durchgeführt?

Als Erstes ist geplant, auf dem Gelände des Possendorfer Gerätehauses alle erforderlichen Grundleitungen für die Schmutz- und Regenwasserentsorgung sowie erforderliche Schächte zu verlegen, erklärt Markus Kirchner. "Diese Arbeiten werden zwei bis drei Wochen benötigen. Im Anschluss erfolgen Rohbauarbeiten für die Fahrzeughalle und den Anbau. Dazu gehört neben der Fundamentierung vor allem der nachfolgende Stahlbau."

Nach den Rohbauarbeiten werden sich die Fassadenarbeiten sowie die Innenausbauarbeiten anschließen. Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am neuen Gerätehaus für die Feuerwehrkammeraden wird es auch Verkehrseinschränkungen geben. Damit müsse bereits mit Beginn der Rohbauarbeiten gerechnet werden. Dann muss die Straße „Südhang“ in ihrer Breite eingeschränkt werden. Sperrungen seien aber nicht geplant.

Sollten die Gemeinderäte jetzt schriftlich den Dacharbeiten zustimmen, werden -je nach Witterung - die Arbeiten ab Mitte bis Ende März 2021 beginnen. Dann werden die Dachdeckung und die Wärmedämmung des Daches vorgenommen sowie die Klempnerarbeiten für die Fahrzeughalle und den neuen Anbau. Die vollständige Fertigstellung des neuen Gerätehauses ist für Ende August 2021 geplant.

Warum ist der Umbau nötig?

Nötig ist der Um- und Erweiterungsbau vor allem wegen des Platzmangels geworden. Seit 15 Jahren wurden am Possendorfer Gerätehaus nur geringfügige Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt.

Neben einer neuen Fahrzeughalle wird nun neben dem alten Bestandsgebäude in Richtung Hof der neue Sozialtrakt als Zwischenbau errichtet. Dort sollen die Umkleiden, WC-Anlagen und Duschen für die Feuerwehrmänner einziehen. Zuletzt wird im Sommer der Umbau im bestehenden Gerätehaus durchgeführt, erklärt Markus Kirchner., Künftig bekommt dort die Jugendfeuerwehr einen eigenen Raum im hinteren Teil. Die Männerumkleideräume werden vergrößert, die Umkleiden für Frauen ziehen in den hinten angrenzenden Neubau um. Der Schulungsraum soll etwas schmaler werden.

Im Neubau werden künftig auch eine Werkstatt und das Erste-Hilfe-Zimmer einen neuen Platz finden. Zudem entstehen 18 neue Parkplätze im Hofbereich. Der Gemeinde Bannewitz gehört das gesamte Areal an der Straße Südhang, welches sich bis zur Pferdekoppel erstreckt. Die Einfahrten für Pkws sollen künftig vorrangig über den Südhang und nicht mehr über die Kreischaer Straße erfolgen.

Rund 363.000 Euro Fördermittel sind dafür genehmigt worden. Die Gesamtkosten liegen bei rund 918.000 Euro, sagt Markus Kirchner.

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