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Baustartverzug am Gerätehaus Possendorf

Seit dem 7. Dezember laufen am alten Feuerwehrgerätehaus die Vorarbeiten für den Umbau. Der eigentliche Baustart verzögert sich aber.

Das alte Feuerwehrgerätehaus in Possendorf soll jetzt umgebaut und in diesem Zuge erweitert werden.
Das alte Feuerwehrgerätehaus in Possendorf soll jetzt umgebaut und in diesem Zuge erweitert werden. © Andreas Weihs

Erst Ende Januar 2021 werden die eigentlichen Arbeiten, die im ersten Bauabschnitt am alten Feuerwehrgerätehaus im Bannewitzer Ortsteil Possendorf aufgelistet sind, beginnen. Dies sorgt vor allem bei den Kameraden für Unverständnis.

Der Neubau der Fahrzeughalle sollte bereits im Oktober starten, doch dieses Ziel sei verfehlt worden, erklärte Bauamtschef Markus Kirchner den Gemeinderäten und den Feuerwehrleuten in der letzten Sitzung. "Wir müssen zuerst die Abwasserkanäle verlegen. Die Schächte dafür sind bestellt, kommen aber erst in zwei bis drei Wochen an."

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Viele Fragen bei den Räten und dem Wehrleiter

Daraufhin stellte sich bei einigen Räten die Frage nach den Fördermitteln, welche zeitnah verbaut werden müssen, doch da sorgt offenbar Corona für eine positive Entwicklung, erklärt der "Fachbereichsleiter Eins", Heiko Wersig: "Die ersten 150.000 Euro hätten wir bis zum 28. Februar abrufen müssen, sonst drohen Strafzinsen. Das ist richtig. Doch hier gibt es jetzt wegen Corona einen 5-monatigen Aufschub, sodass wir hier nichts befürchten müssen." Insgesamt wurden der Gemeinde rund 363.000 Euro an Fördermitteln für den Umbau des Gerätehauses genehmigt. Das Gebäude soll zum Jahresbeginn 2022 fertig sein.

In drei Abschnitten wird an dem Standort in Possendorf gearbeitet. Die ersten Bauleistungen wurden nun an eine Meißner Firma vergeben. Das Bauunternehmen wird für rund 112.000 Euro den An-und Umbau ausführen.

Zuerst werde die Fahrzeughalle neu gebaut. Sie entsteht gegenüber der Kreischaer Straße, sodass die Einsatzfahrzeuge direkt aus- und einfahren können. Im zweiten Bauabschnitt soll etwa bis zum Sommer 2021 an das alte Bestandsgebäude in Richtung Hof der neue Sozialtrakt als Zwischenbau angesetzt werden. Dort sollen die Umkleiden, WC-Anlagen und Duschen für die Feuerwehrmänner unterkommen. Zuletzt wird der Umbau im bestehenden Gerätehaus durchgeführt.

Kann Regenwasser genutzt werden?

Im Gemeinderat bat der Bannewitzer Gemeindewehrleiter Andre Markert unter anderem auch darum, die alte Zisterne in der Nähe des Gerätehauses zu sanieren. "Damit könnten wir das angesammelte Regenwasser für Löschfahrzeuge nutzen", schlug er vor. Diese Idee wurde von Markus Kirchner aus zwei Gründen verworfen: "Das ist heute nicht Bestandteil der Beschlüsse, sondern die Vergabe der Bauleistungen." Zum anderen würden sich die Bauleistungen für die Sanierung der Zisterne, die zwischen 5.000 und 10.000 Euro lägen, rein wirtschaftlich nicht rechnen. Dennoch würde die Idee im Hinterkopf behalten, um sie später genau zu prüfen.

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