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Bauverzug wegen Schnee in Dorfhain

Wegen des Schneefalls und der frostigen Temperaturen werden in Dorfhain derzeit keine Tiefbauarbeiten durchgeführt. Dennoch werden Breitband-Kabel verlegt.

Der Schnee in Dorfhain sorgt derzeit für eine Pause bei den Tiefbauarbeiten zum Breitbandausbau.
Der Schnee in Dorfhain sorgt derzeit für eine Pause bei den Tiefbauarbeiten zum Breitbandausbau. © Daniel Schäfer

Die Gemeinde Dorfhain am Rande des Tharandter Waldes liegt momentan unter einer etwa 30 Zentimeter hohen Schneedecke. Deshalb werden jetzt keine Tiefbauarbeiten im Zuge des Breitbandausbaus durchgeführt, sagt Bürgermeister Olaf Schwalbe (CDU): "Es wird aber dennoch gearbeitet. Im Moment werden die Kabel in den Häusern und Wohnungen in Kleindorfhain verlegt und sobald es taut, machen wir auch im Tiefbau weiter."

95 Prozent der Tiefbauarbeiten seien bereits abgeschlossen. Ab Montag sollen die restlichen Arbeiten fortgesetzt werden, spätestens aber dann, wenn es das Wetter erlaubt. Rund 560 Dorfhainer Haushalte sollen bis April ans schnelle Internet angeschlossen werden. Zwei Millionen Euro wurden dafür von Bund und Land zur Verfügung gestellt. Inzwischen liegen die Gesamtkosten allerdings bei rund 2,5 Millionen Euro. Eine Aufstockung der Fördergelder wurde beantragt.

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Online-Konferenzen auch in Dorfhain

Neben dem Breitbandausbau laufen derzeit auch die Planungen zum Thema "Sport für alle", sagt Schwalbe: "Dazu gibt es heute eine Videokonferenz mit der Verwaltung und dem Planungsbüro in Dippoldiswalde. Es geht vor allem um die Fragen, wie geht es weiter und wie können wir diese Kosten im Haushalt einstellen?" Schwalbe rechnet mit vielen Einkommens-und Gewerbesteuerausfällen wegen der Corona-Situation. Viele Einwohner befänden sich in Kurzarbeit oder sind Gewerbeabhängig. Steuervorauszahlungen seien teils auf null gestellt.

"Wir müssen realistisch planen. Wenn Eigenmittel fehlen, die auch bei Fördergeldern meist nötig sind, müssen wir Vorhaben lieber um ein Jahr verschieben", sagt der Dorfhainer Bürgermeister.

Besprochen wird bei der Idee vor allem, wie Kosten gespart werden können. Die 17 Vereine in Dorfhain wurden gebeten, zu überlegen, ob sie einem Gemeinschaftsvereins-raum - oder Gebäude zustimmen. Denn, so Schwalbe: "Für mich stellt sich die Frage, ob es zweckmäßig ist, alle Vereinsgebäude separat zu sanieren oder ob es vielleicht sinnvoller sein könnte, einen großen barrierefreien Vereinssaal in einem Gebäude zu bauen, den sich die Vereine teilen? Alle Dorfhainer Vereine unter einem Dach, so der Arbeitstitel."

Die Gemeinde könnte dadurch nicht nur Betriebskosten einsparen sondern den großen Saal später auch für andere Veranstaltungen, wie Feste und Feiern, nutzen.

Kommunezentrum weiter im Blick

Am Neubau des sogenannten Kommunezentrums, neben der alten Schule soll weiter festgehalten werden. Die neuen Räume für die Feuerwehr seien dringend nötig, erklärt das Gemeindeoberhaupt: "Die Kameraden haben jetzt einen Kohleofen und keine Duschen. Das muss geändert werden, auch wenn hier die Refinanzierung der Bauarbeiten noch offen ist."

Deshalb fänden auch hinter den Kulissen dazu Gespräche statt, um finanzielle Möglichkeiten zu finden, um das Projekt umzusetzen. Auf dem freien, links angrenzenden Grundstück neben der alten Schule soll der Neubau errichtet werden. "Dort planen wir unter anderem, die Feuerwehr und das Rote Kreuz unterzubringen", sagt Olaf Schwalbe. Als Refinanzierung hatte er vorgeschlagen, Gewerbeeinheiten und eine Tagespflege sowie altersgerechte Wohnungen in dem Neubau zu integrieren. Bisher lehnen die Gemeinderäte dies ab.

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Die Mieteinnahmen durch das DRK würden alleine nicht ausreichen, um den 2,5-Millionen-Neubau zu finanzieren. "Wir müssten an dieser Stelle weit in die Zukunft schauen, um hohe Verluste durch Bezuschussung des Neubaus schon im Vorfeld abfangen zu können", sagt Schwalbe, der um die Zustimmung durch die Räte wirbt.

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