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Das sind Rabenaus Großbauprojekte

In Rabenau bekommen die Feuerwehr ein neues Haus, die Grundschule in Oelsa neue Klassenzimmer und ein verschlungener Weg besondere Aufwertung.

Das neue Gebäude für die Feuerwehr in Rabenau wächst. In einem Jahr soll Umzug sein.
Das neue Gebäude für die Feuerwehr in Rabenau wächst. In einem Jahr soll Umzug sein. © Karl-Ludwig Oberthür

Wie überall in den Sommermonaten wird auch in Rabenau in diesen Wochen an verschiedenen Stellen gebaut. Mit 2,4 Millionen Euro das größte Vorhaben ist der Neubau des Gerätehauses für die Feuerwehr der Stadt. Reichlich 800.000 Euro davon werden durch den Freistaat gefördert.

Gerade ist dort an der August-Bebel-Straße der Rohbau im Entstehen. Weiteren Bauleistungen für Dachdeckung, Hallendach, Zimmermannsarbeiten, Tore und Stahltüren hat der Stadtrat diese Woche zugestimmt.

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Das allerdings wegen gestiegener Materialpreise zum Teil mit weitaus höheren Kosten als geplant. So lag allein das günstigste Angebot für die Dachdeckung fast 44.000 Euro über der Kostenschätzung von 51.403 Euro.

Mehr Platz für die Feuerwehr

Die Einsatzbereitschaft der 40 Wehrmitglieder zu gewährleisten sei aber eine Pflichtaufgabe der Kommune, sagt Bürgermeister Thomas Paul (CDU). Und angesichts der Enge im alten Gebäude könne man nicht auf bessere Zeiten warten. Deshalb war eine Entscheidung des Stadtrates nötig geworden.

Im neuen Gebäude gibt es Stellplätze für vier Einsatzfahrzeuge, Werkstatt, Schulungsraum, Sanitäranlagen und ausreichend Umkleidemöglichkeiten. Gleichzeitig bekommen die 20 Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr ein neues Domizil. Das alte Gebäude soll mit dem Umzug in einem Jahr für den Bauhof genutzt werden.

Für eine Erweiterung um zwei Klassenräume wurde das alte Dach des Anbaus der Grundschule in Oelsa abgebaut. Ab Jahresende haben die Jungen und Mädchen dann mehr Platz zum Lernen.
Für eine Erweiterung um zwei Klassenräume wurde das alte Dach des Anbaus der Grundschule in Oelsa abgebaut. Ab Jahresende haben die Jungen und Mädchen dann mehr Platz zum Lernen. © Karl-Ludwig Oberthür

Neue Klassenräume für die Grundschule

Steigende Schülerzahlen machen auch die zweite große Baumaßnahme in Rabenau zu einem Muss. Damit in allen vier Schuljahren jeweils zwei Klassen Platz finden, wird die Grundschule im Ortsteil Oelsa um- und ausgebaut.

Der Anbau erhält ein zusätzliches Stockwerk und so weitere zwei Klassenräume. Im Dezember dieses Jahres soll dort Einzug sein. 850.000 der knapp 1,6 Millionen Euro Baukosten werden mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Damit der Unterricht während der Bauzeit weitergehen kann, wurden im Keller des Altbaus ein zusätzlicher Klassenraum eingerichtet sowie zeitweise Fachkabinette umgenutzt.

Weg für Ausbau vorübergehend gesperrt

Zurück in Rabenau nimmt ein weiteres Vorhaben Gestalt an. Ein verschlungener Weg der vom Bahnhof der Weißeritztalbahn im Rabenauer Grund in die Stuhlbaustadt führt, wird als sagenhafter Wanderweg ausgebaut.

Während der gesamten Baumaßnahme, die noch bis November andauert, ist der Weg gesperrt. Spaziergänger müssen in dieser Zeit die Straße aus dem Grund nach Rabenau nehmen. Der zeitweilige Umweg lohne sich für den entstehenden Erlebnispfad, ist der Bürgermeister sicher.

"Wissensstationen, eine Nestschaukel, Memoryspiel, Informationstafeln, Sitz- und Klettermöglichkeiten über alte Steine entlang des Weges sollen nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern Lust auf den steilen 340 Meter langen Weg hinauf nach Rabenau machen", sagt Bürgermeister Paul. Oben angekommen biete sich ein Rundgang durch die Stadt und das Stuhlbaumuseum an.

Alte Steine werden Am Mühlberg in Rabenau in einigen Monaten zum Klettern einladen. Dann ist der Weg aus dem Rabenauer Grund in die Stuhlbaustadt fertig.
Alte Steine werden Am Mühlberg in Rabenau in einigen Monaten zum Klettern einladen. Dann ist der Weg aus dem Rabenauer Grund in die Stuhlbaustadt fertig. © Karl-Ludwig Oberthür

Alte Figuren für neues Wanderangebot

Außerdem sollen Skulpturen den Weg säumen. Der Rabenauer Künstler Olaf Klepzig arbeitet dafür seine vor 16 Jahren für einen Sagenpark in Neurehefeld entstandenen Figuren "Einsiedler", "Weißes Fräulein" und "Trompeter" auf. Sie alle beziehen sich auf regionale Sagen und sollen dazu anregen, nach den alten Geschichten in Büchern zu stöbern. Neben der Gestaltung wird die gesamte Wegedecke saniert. Auch die ersten neuen Lampen stehen bereits. Die Kosten hier betragen etwa eine halbe Million Euro. 80 Prozent davon werden über Leader finanziert, einem Förderprogramm der Europäischen Union für den ländlichen Raum.

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