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Alte Rösche wird neuer Hingucker

Nahe der Weißeritz haben Arbeiten an einem alten Wasserstollen begonnen. Bald soll hier ein Sandsteinportal aus einem alten Bergwerk stehen.

Hinter dieser unscheinbaren Mauer am Fuß- und Radweg nahe der Weißeritz befindet sich der Stollenausgang.
Hinter dieser unscheinbaren Mauer am Fuß- und Radweg nahe der Weißeritz befindet sich der Stollenausgang. © Egbert Kamprath

An Müllers Weg, der entlang der Weißeritz zwischen Leßkestraße und Poisentalstraße verläuft, wird seit Kurzem gebaggert. Die Arbeiter legten eine alte Kalksteinmauer frei, hinter der sich etwas Besonderes verbirgt.

An dieser Stelle befand sich einst der Ausgang einer Rösche. So nennen Bergleute wasserführende Stollen. Die Rösche gehörte einst zum Augustusschacht, einem Kalkbergwerk am Fuße des Windberges. Das überschüssige Wasser aus dem Bergwerk wurde hier zur Weißeritz abgeleitet. Später wurden die Anlagen verfüllt und der Röschenausgang mit einer Mauer verblendet.

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Der Freitaler Bergbau- und Hüttenverein möchte nun an der Stelle an den Bergbau erinnern und plant etwas Besonderes.

Zufällig bei Sanierungsarbeiten entdeckt

Am Ausgang der Rösche soll ein Sandsteinportal entstehen. Dieses wurde vor einigen Monaten aus einem ehemaligen Kohlebergwerk am Stadtrand von Freital in Niedergittersee geborgen. Dort befand sich einst der Moritzschacht. Auch dieses Bergwerk hatte einen wasserableitenden Stollen, welcher auf etlichen Metern Länge mit einem ovalen Sandsteingewölbe ausgebaut war.

Bei Sanierungsarbeiten, die nach Tagesbrüchen notwendig wurden, entdeckten Spezialisten der Bergsicherung dieses noch intakte Sandsteingewölbe und bargen Teile davon.

Inzwischen lagern die Steine beim Bergbau- und Hüttenverein. Sie sollen nun bei Müllers Weg wieder aufgebaut werden. Dazu kommt eine Informationstafel. Anfang Oktober soll alles fertig sein.

Silvio Stute vom Bergbau und Hüttenverein zeigt anhand der ovalen Holzplatte, wie groß der Querschnitt der Rösche war. Die Sandsteine sollen nun nahe der Weißeritz wieder aufgebaut werden.
Silvio Stute vom Bergbau und Hüttenverein zeigt anhand der ovalen Holzplatte, wie groß der Querschnitt der Rösche war. Die Sandsteine sollen nun nahe der Weißeritz wieder aufgebaut werden. © Egbert Kamprath

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