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Freital

Ab Montag kann in Freital gewählt werden

Die Stadt öffnet ihr Briefwahllokal am 6. September an einem neuen Standort. Mehr als 1.000 Wähler haben schon einen Antrag gestellt.

Am 26. September wird gewählt - wer verhindert ist, darf sein Kreuz per Briefwahl schon früher machen.
Am 26. September wird gewählt - wer verhindert ist, darf sein Kreuz per Briefwahl schon früher machen. © Klaus-Dieter Brühl

Bis zur Bundestagswahl am 26. September sind es zwar noch knapp vier Wochen Zeit, doch bereits 1.500 Freitaler haben einen Wahlschein beantragt, weil sie ihre Stimme per Brief abgeben wollen. Diese Zahl nannte jetzt Katrin Reis, die Leiterin des Freitaler Oberbürgermeisterbüros.

Insgesamt leben in der Stadt rund 32.000 Wahlberechtigte, also Menschen, die mindestens 18 Jahre alt und deutsche Staatsbürger sind. Sie haben die Wahlbenachrichtigung entweder schon erhalten oder bekommen sie diese Woche noch per Post zugestellt. "Wer bis zum 5. September 2021 keine Wahlbenachrichtigung erhält, meldet sich bitte bei der Wahlorganisation oder dem Briefwahlbüro", sagte Reis weiter.

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Mehr Wahllokale am Start

Der Versand der Briefwahlunterlagen erfolgt ab dieser Woche und je nach Eingang der Anträge. In der Stadtverwaltung rechnet man mit deutlich mehr Briefwählern als je zuvor. Zum einen ist die Briefwahl inzwischen sehr bequem geworden - die Anträge kann man direkt im Internet ausfüllen. Zum anderen werden wohl viel Wähler aufgrund der Corona-Pandemie Wahllokale meiden wollen und auf die Briefwahl zurückgreifen.

Dabei hat die Stadt Freital nun mehr Wahllokale am Start. Es gibt in der Stadt 29 Stimmbezirke mit 39 Wahllokalen. Bei vergangenen Wahlen waren es weniger.

Das hat einen Grund. So wurden im Hinblick auf die Corona-Pandemie alle Wahlräume geprüft und einige in neue Gebäude verlegt. Die betrifft die Wahllokale im Bodelschwingh-Heim, im DRK-Seniorenzentrum Herbstsonne und in der Märchenscheune Pesterwitz. Stattdessen müssen die Wähler nun ins Technologie- und Gründerzentrum, in die Geschwister-Scholl-Schule und in die Vereinsräume des SV Pesterwitz zum Wählen.

Zudem gibt es dieses Mal insgesamt neun Briefwahlvorstände, die am Wahlabend die per Post zugegangenen Stimmzettel auszählen. Um die Wahllokale zu besetzen und Stimmen am Wahlabend auszuzählen, werden noch Wahlhelfer gesucht. Wer mitmachen möchte, kann sich bei der Stadtverwaltung melden.

Briefwahllokal nach Potschappel verlegt

Wichtig zu wissen ist, dass auch das Briefwahllokal umgezogen ist. Bisher war es im Deubener Rathaus untergebracht. Nun öffnet es ab dem 6. September erstmals im Verwaltungsgebäude Bahnhof Potschappel.

Das Briefwahlbüro hat in der Zeit vom 6. bis 24. September 2021 von montags bis freitags 8 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Freitag vor dem Wahlsonntag ist es ebenso von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr geöffnet. Nur mittwochs bleibt das Briefwahllokal geschlossen.

Dort können die Wähler ihren Briefwahlunterlagen auch abholen oder gleich direkt wählen gehen - und das bereits ab dem 6. September. Bei den vergangenen Wahlen wurde davon auch rege Gebrauch gemacht.

Dieses Jahr hofft die Verwaltung, dass nicht so viele Menschen das Briefwahllokal betreten. "Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage werden Wählerinnen und Wähler in diesem Jahr gebeten, vorrangig die Briefwahl zu nutzen und dabei kontaktlos die Unterlagen anzufordern", heißt es aus dem Rathaus.

Elf Bewerber um ein Mandat

Im Landkreis gibt es so viele Direktkandidaten wie noch nie bei einer Bundestagswahl. Insgesamt wurden elf Bewerber zugelassen.

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Die Direktkandidaten erscheinen in folgender Reihenfolge auf dem Stimmzettel: Steffen Janich (AfD), Corinna Franke-Wöller (CDU), André Hahn (Linke), Fabian Funke (SPD), Dirk Jahn (FDP), Nino Haustein (Grüne), Christoph Fröse (Freie Wähler), Dirk Zimmermann (ÖDP), Roberto Mauksch (Basis), Klaus Brähmig (Einzelkandidat), Helga Queck (Einzelkandidatin).

Wer die meisten Stimmen erhält, zieht per Direktmandat direkt in den Bundestag ein, unabhängig davon, wie die jeweiligen Parteien per Zweitstimme abschneiden.

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