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Neun Haltestellen in Freital werden barrierefrei

Vor allem vor Schulen soll sich die Situation verbessern. Doch mit der Ausgabe von 270.000 Euro sind nicht alle Stadträte einverstanden.

Der Bushalt an der Wilsdruffer Straße wird wie acht weitere Haltestellen barrierefrei ausgebaut.
Der Bushalt an der Wilsdruffer Straße wird wie acht weitere Haltestellen barrierefrei ausgebaut. © Egbert Kamprath

Die Stadt Freital möchte weitere Bushaltestellen barrierefrei ausbauen. Dies betrifft die Haltestellen an der Hainsberger Straße vor der Schule in beide Fahrtrichtungen und die Stopps an der Rudeltstraße Höhe Schule, ebenfalls beidseitig. An der Wilsdruffer Straße sollen die beiden Haltestellen auf Höhe Kaufland erneuert werden. Außerdem sollen die Bushaltestellen in der Krönertstraße auf Höhe des Gymnasiums und die Haltestelle Waldblick an der Niederhäslicher Straße umgebaut werden.

Der Stadtrat vergab dafür einen Bauauftrag an die Arndt Brühl GmbH. Das Unternehmen hatte mit 270.000 Euro das günstigste Angebot vorgelegt.

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Das Verwahren, Strukturieren und Transparent machen von Forschungsergebnissen auf nationaler Ebene ist ein Mammutprojekt – bei dem die TU Dresden ganz vorn mit dabei ist.

An allen Haltestellen werden die alten Borde ausgebaut und sogenannte Kasseler Sonderborde eingesetzt. Das sind Elemente, die das Ein- und Aussteigen auch für Menschen mit Rollatoren, Rollstühlen oder Mütter mit Kinderwagen deutlich erleichtern.

Am Bauvorhaben beteiligen sich auch die Stadtwerke Freital, die Mittel- und Niederspannungskabel sowie Leitungen für die öffentliche Beleuchtung verlegen. Das Vorhaben soll bis Jahresende umgesetzt sein.

Bei einer Stadtratssitzung stießen die Baupläne allerdings auf wenig Verständnis. Andreas Just (AfD) kritisierte, dass die Haushaltslage eine solche Investition eigentlich gar nicht zulasse.

Gegenwind kam von den anderen Fraktionen. Klaus Wolfram (Mitte-Links-Fraktion) argumentierte, der Umbau der Haltestellen sei eine Maßnahme zur Lebenshilfe für behinderte Menschen. Carola Stejskal, ehrenamtliche Behindertenbeauftragte, schilderte, was für ein Stress die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln für gehbehinderte Menschen sei. "Und es werden mehr ältere Menschen, die in Freital leben", sagte sie.

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