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Stiller Protest vor Rathäusern

Kritiker der Corona-Politik stellten Kerzen an die Eingänge der Rathäuser in Freital und Dippoldiswalde.

Von Annett Heyse
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Am frühen Montagabend stellten Freitaler auf die Rathaustreppe in Potschappel Kerzen.
Am frühen Montagabend stellten Freitaler auf die Rathaustreppe in Potschappel Kerzen. © Egbert Kamprath

Es begann am Wochenende im Erzgebirge, nun folgten auch einige Freitaler und Dippoldiswalder und stellten am Montagabend Kerzen vor die Rathäuser ihrer Stadt. Damit wollen sie gegen die Corona-Politik, aber auch gegen eine mögliche Impfpflicht protestieren.

In Freital kamen am frühen Montagabend die ersten Männer und Frauen und zündeten im Eingangsbereich Kerzen an. Sie stellten die Lichter auf der Treppe des Hauptzugangs ab.

Auch in Dippoldiswalde protestierten Bürger, hier kamen zu den Kerzen noch kleine Plakate und Zettel, unter anderem mit der Aufschrift "Für eine freie Impfentscheidung" und "Wir sagen Nein zur Impfpflicht".

Auch in Dippoldiswalde wurde gegen eine mögliche Impfpflicht protestiert - mit Kerzen, Grablichtern und Plakaten an der Rathauspforte.
Auch in Dippoldiswalde wurde gegen eine mögliche Impfpflicht protestiert - mit Kerzen, Grablichtern und Plakaten an der Rathauspforte. © Egbert Kamprath

In verschiedenen Städten des Erzgebirges waren am ersten Adventswochenende ähnliche Aktionen zu beobachten, teilweise stellten Menschen auch vor Krankenhäusern Kerzen und Grablichter ab.

Die Kerzen vor dem Freitaler Rathaus wurden noch am Abend nach Dienstschluss in der Stadtverwaltung vom Sicherheitsdienst entfernt. Als Begründung gab Pressesprecher Matthias Weigel Sicherheitsgründe an und verwies auf den Brandschutz.

Die Kerzenaktion erinnert an eine andere Form des Protests vom Frühjahr. Damals hatten Freitaler Eltern ihren Unmut kundgetan, indem sie Kinderschuhe vor der Rathaustür ablegten. Vorausgegangen war dem ein Schuhprotest in anderen Städten Deutschlands. Das stieß in großen Teilen der Gesellschaft auf Kritik, weil damit eine Symbolik aus dem Holocaust aufgegriffen wurde.