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Gefragtes Toilettenpapier in Freital

Hamsterkäufe hinterlassen Spuren in den Supermarktregalen im Landkreis. Rationiert wird aber nur bei wenigen Artikeln.

Derzeit wieder wird wieder öfter gekauft als gebraucht: Toilettenpapier. Wie hier in Heidenau gibt es deshalb oft Rationierung.
Derzeit wieder wird wieder öfter gekauft als gebraucht: Toilettenpapier. Wie hier in Heidenau gibt es deshalb oft Rationierung. © Daniel Schäfer

Die Krise beginnt - mal wieder - für alle deutlich sichtbar am Klopapierregal. Dort, wo sich sonst die Pakete stapeln, herrscht am Montag bei Norma in Freital gähnende Leere. Die Palette mit den Küchenrollen ist auch schon auf einen kleinen Restbestand abgeschmolzen. Die Corona-Pandemie ist zurück und mit ihr das Problem der Hamsterkäufe. Insbesondere, was bestimmte Hygieneartikel betrifft.

Denn Norma ist nicht die einzige Handelskette, die gerade wieder einen regen Absatz an Toilettenpapier verzeichnet. Im Lidl an der Ecke Dresdner Straße/Wilsdruffer Straße ist am Montagvormittag längst die Belieferung durch. Obst- und Gemüse liegen frisch aus, Käse- und Wurstabteilung sind aufgefüllt. In den Kühltruhen stapeln sich die Fertigpizzen. Was fehlt? Klopapier. Dort, wo es sonst gemeinhin steht, hatten die Mitarbeiter eine Palette mit H-Milch zum Sonderpreis geparkt.  Wann gibt es wieder Klopapier? Ein Verkäufer zuckt die Schultern. "Bestellt ist es", sagt er knapp. In der offiziellen Sprechart der Lidl-Pressestelle in Neckarsulm klingt das so: "In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir temporär eine erhöhte Nachfrage nach einzelnen Artikeln aus dem Trockensortiment und Hygienebereich." Grund zur Sorge beste aber nicht, man arbeite täglich daran, die Versorgung abzusichern. Fazit: "Es besteht keine Notwendigkeit für Hamsterkäufe."

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Viel Luft im Nudelregal

Auch im Freitaler Kaufland haben die Hamsterer kräftig zugelangt. Klopapier war dort schon in der vergangenen Woche rar. Bei Facebook machten sich viele darüber wahlweise lustig oder ließen ihrem Ärger freien Lauf. Fotos von leeren Paletten wurden gepostet. Am Montagvormittag steht immerhin eine volle Palette da. Zu haben ist noch die teuerste Sorte à zehn Rollen pro Paket: "Supersoft daunenweich" wirbt ein Aufdruck. Darüber baumelt ein Schild, dass pro Haushalt nur eine Packung verkauft wird. Verdächtig ausgeräumt wirkt auch das Nudelregal bei Kaufland, ebenso die Reihe, wo das Mehl steht. Dafür gibt es noch frische Backhefe. Die war im Frühjahr ja auch tagelang nicht mehr zu haben gewesen. 

In der Kaufland-Zentrale in Neckarsulm hält man sich ob der erneuten Lieferengpässe bedeckt. "Wir beobachten derzeit nur in einzelnen Filialen ein verändertes Einkaufsverhalten der Kunden", teilt Alisa Götzinger von der Unternehmenskommunikation mit. Freital - die Stadt der Klopapierhamsterer? 

Mitnichten. Auch im Dippoldiswalder Rewe an der B170 ist die entsprechende Regalwand ratzekahl. Dringliche Fälle können am frühen Nachmittag noch mit einer der zehn verbliebenen Zwei-Rollen-Packungen glücklich werden - das für Hamstereinkäufe ungeeignetste Packmaß. Im Lager läge kein Nachschub, sagt der Verkäufer. Auch für manche Spaghettisorten oder verwandte Teigwaren  müssen die Kunden in die Tiefen des Regals greifen, wo sich die letzten Tüten verstecken. 

Es hilft auch, ein paar Schritte zu gehen: Im Edeka am Marktplatz vor dem Dippoldiswalder Rathaus ist kein Mangel an Toilettenpapier, Küchenkrepp oder Teigwaren. Weihnachtsartikel scheinen ebenfalls nicht auf den Vorratslisten zu stehen - die Aufsteller mit Lebkuchen, Schokolade und Hustentees sind überall randvoll.

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Bei Kaufland appelliert man an den gesunden Menschenverstand. "Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, zusätzliche Vorräte anzulegen. Es sind ausreichend Lagerbestände vorhanden: Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist genug für alle da", sagt Sprecherin Götzinger. Alle Filialen würden täglich beliefert, sodass die Warenversorgung sichergestellt sei. 

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