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Investor plant Einkaufszentrum

Im Freitaler Stadtteil Zauckerode soll ein Neubau für einen Drogeriemarkt und Arztpraxen entstehen. Der Investor plant einen Hingucker mit historischem Bezug.

Mitten in Zauckerode entsteht ein völlig neues Zentrum für Einzelhandel und Arztpraxen.
Mitten in Zauckerode entsteht ein völlig neues Zentrum für Einzelhandel und Arztpraxen. © Blickpunkt Invest

In Freitals am dichtesten besiedelten Stadtteil, dem Plattenbaugebiet Zauckerode, gibt es gerade einmal ein größeres Lebensmittelgeschäft: den Nahkauf an der Oppelstraße mit Bäckerei- und Fleischereifiliale. Und auch der ist schon in die Jahre gekommen. Immer wieder machten Gerüchte von einer baldigen Schließung die Runde. Nun kommt alles ganz anders.

Ein Investor, die Blickpunkt Invest aus Dresden, hat bereits vor längerem den Nahkauf erworben. Nun tätigten die Dresdner ein weiteres Grundstücksgeschäft und wollen zwischen der Oppelstraße und der Glück-Auf-Straße ein schönes kleines Versorgungszentrum für Zauckerode errichten.

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Stadt verkauft Parkplatz und Grünanlage

Ein Investor aus Dresden hatte vor Monaten schon den Nahkauf erworben, nun kaufte er auch den Parkplatz und die angrenzenden Grünflächen.
Ein Investor aus Dresden hatte vor Monaten schon den Nahkauf erworben, nun kaufte er auch den Parkplatz und die angrenzenden Grünflächen. © Egbert Kamprath

Kürzlich stimmte der Freitaler Stadtrat zu, dass die Stadt den Parkplatz neben dem Nahkauf sowie die angrenzende Grünanlage, die sich bis zum Ambulatorium zieht, ebenfalls an die Blickpunkt Invest veräußert. Es geht um rund 4.600 Quadratmeter. Als Kaufpreis wurden rund 213.000 Euro vereinbart.

Die Geschäftsführung von Blickpunkt Invest hat einiges vor. Die Firma ist ein Ableger von Blickpunkt Wohnraum, einem Bau- und Erschließungsträger, der sich vor allem auf Wohnungsbau an Stadträndern spezialisiert hat. Aus der Internetseite des Unternehmens geht aber auch hervor, dass man Interesse an Gewerbestandorten für Einkaufsmärkte und Bürohäuser hat.

Das Grundstück, welches von der Stadt nun verkauft wird, ist ein solches Areal. Mitten in Zauckerode gelegen, bietet es ideale Voraussetzungen für eine Erweiterung des Einzelhandelsangebots.

Nahkauf wird größer

Der Nahkauf wird modernisiert und erweitert, das Umfeld völlig neu gestaltet.
Der Nahkauf wird modernisiert und erweitert, das Umfeld völlig neu gestaltet. © Egbert Kamprath

Der Investor plant zum einen, den Nahkauf zu modernisieren. Der kleine Einkaufsmarkt, der unter dem Dach der Rewe Group privat geführt wird, wurde bereits zu DDR-Zeiten als typische Kaufhalle errichtet. Nach der Wende erfolgten Sanierungen, es wurden in einem separaten Verkaufsraum eine Bäckerei- und eine Fleischereifiliale eingerichtet.

Nun soll im Zuge der Entwicklung des Standortes das Gebäude abermals mit angepackt und modernisiert werden. Es geht dabei auch um eine Erweiterung, wie eine Rewe-Sprecherin mitteilt. "Die Einkaufsgewohnheiten unserer Kunden haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt, insbesondere Frischesortimente wie Obst und Gemüse, regionale Produkte, Convenience-Artikel zum sofortigen Verzehr sowie Lebensmittel in Bio-Qualität sind immer beliebter."

Noch mehr ins Auge fallen soll jedoch ein geplanter Neubau zwischen dem Parkplatz des Nahkaufs und dem Ambulatorium. Vorgesehen ist, ein Gebäude für einen Rossmann-Drogeriemarkt, eine Apotheke sowie Arztpraxen zu errichten.

Gebäude soll an Bergbau erinnern

Im Neubau soll auch eine Rossmann-Filiale unterkommen, sowie ein neues Gesundheitszentrum mit Arztpraxen..
Im Neubau soll auch eine Rossmann-Filiale unterkommen, sowie ein neues Gesundheitszentrum mit Arztpraxen.. © Blickpunkt Invest

Weil man sich in Zauckerode auf durchaus historischem Grund bewegt, soll der Neubau in seiner Form an Freitals Industriegeschichte erinnern. Geplant ist ein Haus mit zwei Etagen und einem Turm - ähnlich einem Bergwerksgebäude.

Im Erdgeschoss entstehen die Einzelhandelsflächen, in den Etagen darüber ein neues Gesundheitszentrum mit mehreren Arztpraxen. Ein spezielles Beleuchtungskonzept soll das Gebäude, insbesondere die Fassade, im Dunkeln zur Geltung bringen. Das Konzept verspricht zudem die Integration einer nachhaltigen Energieversorgung, also Solarpanels auf den Dächern des Nahkaufs und des neuen Gebäudekomplexes.

Der Brunnen im Bereich der Begegnungsstätte der St. Jacobus-Kirchgemeinde soll erhalten bleiben. Der Investor plant, die Anlage aufzuwerten und in die Neugestaltung des Areals mit einzubeziehen. Außerdem soll der Parkplatz rund um den Nahkauf vergrößert werden. Vorgesehen sind hier sogar Schnellladestationen für Elektroautos.

Wann Baustart ist, ist noch unklar. Die Blickpunkt Invest hatte zunächst 2021 genannt. Nun heißt es, könne es aufgrund der Corona-Pandemie erst 2022 losgehen.

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