merken
PLUS Freital

Endlos-Debatte um Haus der Bildung

Freitals Stadtrat will mit Freistaat weiter verhandeln. Wann kommt die Ansiedlung endlich?

Könnte das Gelände der ehemaligen Lederfabrik in Freital ein passender Standort für ein Haus der Bildung sein?
Könnte das Gelände der ehemaligen Lederfabrik in Freital ein passender Standort für ein Haus der Bildung sein? © Egbert Kamprath

Die Debatte um die Ansiedlung des "Haus der Bildung" in Freital geht weiter - in ein neues Jahrzehnt. Der Stadtrat von Freital hat am Donnerstagabend beschlossen, die Absichtserklärung mit dem Freistaat zu erneuern. Sachsen möchte das Bildungsinstitut und eine Regionalstelle des Landesamtes für Schule und Bildung an einem Ort zusammenführen. Das soll Freital sein, so steht es jedenfalls in einer Standortkonzeption von 2011. Im Jahr 2019 wurde das zudem in einer Absichtserklärung zwischen Stadt und Freistaat festgehalten. Auch die lief schon wieder aus und nichts ist umgesetzt.

Die Fraktion Freitals konservative Mitte (FkM) hatte nun beantragt, die Absichtserklärung zu erneuern. "Wichtig ist jetzt, dass in Anbetracht der verstrichenen Zeit auch verbindliche Festlegungen dazu geben, was von einem möglichen Standort erwartet wird und eine realistische Zeitschiene", sagt Fraktionsvorsitzender Martin Rülke.

Anzeige
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!

Mit einem Crowdfundingprojekt unterstützt die Volksbank Dresden-Bautzen eG gemeinnützige Projekte.

"Diese Ansiedlung war doch damals nur Wahlkampf von Minister Roland Wöller", entgegnete AfD-Fraktionschef Torsten Heger. Als einzigen Standort sieht er auch nur die Fläche der früheren Lederfabrik. "Die sollten wir aber an Gewerbetreibende geben", sagt er. Mit der Meinung war er allerdings allein. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für die Erneuerung der Absichtserklärung.

Noch mehr Nachrichten aus Pirna, Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz.

Mehr zum Thema Freital