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Die Freitaler "Beräumer" räumen um

Die Trödelhalle hat sich erweitert. Jetzt startet der Weihnachtsverkauf mit erzgebirgischer Volkskunst. Den Händlern fehlen jedoch die Märkte.

"Die Beräumer" des Freitaler A&V an der Coschützer Straße 88, Jens Michalzik und Anke Kirmse, bauen die Weihnachtsecke auf.
"Die Beräumer" des Freitaler A&V an der Coschützer Straße 88, Jens Michalzik und Anke Kirmse, bauen die Weihnachtsecke auf. © Egbert Kamprath

Seit Juli wird im An- und Verkauf "Die Beräumer" an der Coschützer Straße 88 in Freital umgeräumt und geputzt - dadurch sind neue Verkaufsbereiche in der großen Halle hinzugekommen. Bisher befand sich das Lager im hinteren Teil. Dieses wurde nun fast vollständig in einer neuen Lagerhalle eingerichtet, sodass der Verkaufsbereich übersichtlicher und in einzelne Abteilungen unterteilt wurde.

Auf insgesamt 800 Quadratmetern erwartet die Gäste nun eine große Ecke für erzgebirgischen Weihnachtsschmuck aus zweiter Hand. Darunter sind jede Menge Nussknacker, Pyramiden, Adventskalender und auch Christbaumkugeln. Eigens dafür hat Inhaber Jens Michalzik große Vitrinen gekauft. Darin finden sich neben den Adventsprodukten auch Porzellan unter anderem von den Herstellern "Kaiser", "Weimarer" und Objekte aus der Freitaler Porzelline sowie Gläsersets und Parfüm-Flakons aller Art.

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"Gerade für den Gabentisch zu Weihnachten kann man bei uns fündig werden. Die erzgebirgische Volkskunst geht derzeit weg wie warme Semmeln", sagt Michalzik. Neu hinzugekommen ist auch eine Abteilung für Bekleidung, wie Jacken aus DDR-Zeiten und Pelzmäntel, Handtaschen und Schuhe. Diese Kleider seien überwiegend original verpackt, und somit ungetragen, betont der Chef. Für Kinder und Liebhaber stehen unter anderem antike Kaufläden, Teddys und Porzellanpuppen in den Regalen. 

Beim Umbau der Verkaufshalle wurde auch eine Abteilung mit Kleidungsstücken hergerichtet. Mitarbeiterin Anne Fleischer zeigt eine Winterjacke.
Beim Umbau der Verkaufshalle wurde auch eine Abteilung mit Kleidungsstücken hergerichtet. Mitarbeiterin Anne Fleischer zeigt eine Winterjacke. © Egbert Kamprath

Gäste und Kunden sollten aber ein paar Minuten Zeit mitbringen: "Das ist wirklich wichtig, auch wenn es um Preise geht", erklärt Jens Michalzik: "Zu manchen Objekten können wir nicht sofort einen Betrag nennen, da es dafür keine Listenpreise gibt. Da müssen wir auch erst nachschauen."

Am 24. Oktober sowie am 14. November ist auch sonnabends geöffnet. Auch an allen Advents-Samstagen wird die Halle offenstehen. "Wenn es die Corona-Lage zulässt, planen wir dann auch weihnachtliche Überraschungen für unsere Gäste. Aber das wird die Entwicklung zeigen", sagt Michalzik. Zurzeit dürfen maximal 40 Menschen gleichzeitig in die Räume, mit Mund- und Nasenabdeckung.

Neben den genannten Dingen können Besucher im A&V auch Bücher, Fahrräder, Modelleisenbahnen und Zubehör, Teppiche, antike Möbel, Gemälde, TV-Geräte, Schallplatten und CDs kaufen. Da es im Moment keine Märkte gebe, seien die Trödler auf ihre beiden Hallen in Freital und Dresden noch mehr angewiesen als sonst, sagt Michalzik. Die zweite Verkaufsfläche befindet sich in der Landeshauptstadt am Dreyßigplatz.

Für kalte Regentage im Winter bieten "Die Beräumer" auch viele Bücher zum schmökern an.
Für kalte Regentage im Winter bieten "Die Beräumer" auch viele Bücher zum schmökern an. © Egbert Kamprath

Jens Michalzik hatte 2014 mit dem professionellen Handel von gebrauchten Gegenständen und Antiquitäten begonnen. Seither räumen er und sein Team, bestehend aus fünf Frauen, Wohnungen, Firmengebäude und Häuser in ganz Sachsen aus. Die Verkaufshalle in Freital kam erst vor zwei Jahren erst hinzu.

Oft sei bei den Kunden Erstaunen und Freude dabei, sagt Mitarbeiterin Anke Kirmse: "Ein Mann war erst diese Woche bei uns und hat zwei Matchbox-Autos gekauft. Er erzählte mir, dass er sich zu DDR-Zeiten immer diese Autos gewünscht hatte, aber leider nie bekam. Er erfüllte sich bei uns damit einen Kindheitstraum."

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