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So gelungen ist der Film zum Festauftakt

Freital schenkt sich zum 100. Geburtstag einen Film, der als Zeitdokument bleiben wird. Sehenswert sind vor allem die Stadtansichten.

Die Kirche ist festlich geschmückt, aber die Bankreihen sind leer, vor denen Michaela Stahl Oberbürgermeister Uwe Rumberg zu 100 Jahre Freital befragt.
Die Kirche ist festlich geschmückt, aber die Bankreihen sind leer, vor denen Michaela Stahl Oberbürgermeister Uwe Rumberg zu 100 Jahre Freital befragt. © Screenshot/SZ

Der Film startet mit einem Drohnenflug hoch oben über dem Dach der Deubener Christuskirche – die größte Kirche der Stadt. Erbaut schon 1869, gilt sie heute als erster eigenständiger neogotischer Kirchenbau im Raum Dresden. Die Kirche ist 47 Meter lang und 20 Meter hoch, der Turm ragt sogar 61 Meter in den Himmel. Im Inneren finden bis zu 1.600 Menschen Platz.

Doch keiner davon ist belegt. Die Kirche ist leer. Lediglich acht Musiker, Freitals Oberbürgermeister, die Moderatorin sowie Kameraleute und Techniker beleben die Kirche bei den Dreharbeiten zum festlichen Auftakt ins Jubiläumsjahr der Stadt Freital. Die Veranstaltung zum 100. Geburtstag musste ohne Publikum stattfinden, ist dafür aber nun bei FRM TV und im Internet für jedermann zugänglich.

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Wer sich darauf einlässt, kann sich die Freude ins Wohnzimmer holen und in Ruhe die 55-minütige Sendung genießen. Der Kameraflug über die Kirche wird begleitet von gewaltiger Musik des „Ensemble Principale“ mit Pauke und Trompeten – daher auch der Titel des Films – und Orgelmusik gespielt von Holger Gehring, Organist der Kreuzkirche Dresden und Begleiter des berühmten Dresdner Kreuzchores.

Michaela Stahl begrüßt die Gäste zum Jubiläum

Nach gut zwei Minuten verklingen die Fanfaren und Moderatorin Michaela Stahl begrüßt die „Freitalerinnen und Freitaler zu einem ganz besonderen Jubiläum.“ Die gebürtige Freitalerin und Radio-Journalistin führt mit ihrer sympathischen Stimme galant, locker aber dem Anlass angemessen festlich durch die Sendung, die dann zunächst mit historischen Freitaler Ansichten aus den inzwischen 15 Stadtteilen fortgeführt wird.

Imposanter Sakralbau: die Christuskirche in Freital-Deuben
Imposanter Sakralbau: die Christuskirche in Freital-Deuben © Andreas Weihs

Auch Oberbürgermeister Uwe Rumberg, ebenfalls gebürtiger Freitaler, fällt es nicht schwer, zu gestehen, dass er nicht jedes der alten Bilder kannte und sofort zuordnen konnte. In seiner folgenden gut sechsminütigen Festrede bedauert er zunächst, in einer leeren Kirche sprechen zu müssen, beobachtet nur von der Kamera.

Und doch: „100 Jahre Freital, das ist und bleibt ein Grund zum Feiern“, sagt er. „Das lassen wir uns von niemandem vermasseln.“ Die Stadt und die Menschen werden, so wie mit der Aufzeichnung aus der Christuskirche, immer wieder Mittel und Wege finden, diesem Jubiläum, auf das man sich schon so lange gefreut und vorbereitet habe, den Raum zu verschaffen, den es verdiene, so Rumberg.

Die erstaunliche Entwicklung der Stadt Freital

Später in der Sendung kommt Uwe Rumberg in einem Interview mit Michaela Stahl erneut zu Wort. Es gibt weitere Musik, die fast ein bisschen zu heroisch wirkt, und Stadtansichten aus der heutigen Zeit. Die Entwicklung der Stadt ist, vor allem nach der politischen Wende 1989/90 in erstaunlichem Tempo vorangegangen, das lässt sich aus den Bildern ersehen, wenn man es will.

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Mit dem Film hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem privaten Sender FRM TV ein Zeitdokument geschaffen, das bleiben wird. Natürlich ist es am Ende eine Sendung, die in ihrem Ergebnis auf die vorhandenen Möglichkeiten begrenzt bleibt. Mancher hätte sich da wohl mehr gewünscht. Doch die knappe Stunde vergeht kurzweilig. Sehenswert sind vor allem die Stadtansichten. Und im Gegensatz zur Live-Veranstaltung ist der Zuschauer ganz nah dran an den Protagonisten.

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