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Corona: Impfen jetzt noch leichter

Auch die Krankenhäuser in Freital und Dippoldiswalde bieten wieder Termine für jedermann an - auch kurzfristig.

© Michael Kappeler/dpa (Symbolbild)

Termine für Corona-Impfungen sind über das Sächsische Impfportal jetzt auch wieder für Freital und Dippoldiswalde buchbar. Die Medizinischen Versorgungszentren der Weißeritztalkliniken übernehmen das. Angeboten werden Impfungen mit dem Vakzin von Biontech, das bisher am stärksten nachgefragt wurde.

Möglich sind sogar Termine für dieses Wochenende, teilen die Helios-Kliniken mit. Mit der Ausweitung der Angebote, wird es immer leichter, zu einer Impfung zu kommen. Das war vor Kurzem noch anders. Das einzige Impfzentrum im Landkreis befindet sich in Pirna.

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Die beiden Medizinischen Versorgungszentren in Freital und Dippoldiswalde waren bereits im April im Rahmen eines Sächsischen Modellprojekts ins Impfgeschehen eingestiegen. Allerdings mit begrenzter Kapazität. Inzwischen sind rund 1.500 Menschen an den beiden Klinikstandorten gegen Corona geimpft worden.

„Unser Personal ist hochmotiviert, seinen Beitrag zu leisten“, sagt Geschäftsführer Dirk Köcher. Mit Sorge beobachte er jedoch, dass immer öfter Termine abgesagt werden. Darüber berichtete vorige Woche auch das DRK Sachsen. Demnach wurden im Freistaat rund 7.000 vereinbarte Termine nicht wahrgenommen, die Hälfte davon ohne Absage. Die eingeplanten Impfdosen stünden nun für andere Termine zur Verfügung, teilte das Gesundheitsministerium mit. Es bleibe kein Impfstoff übrig oder werde vernichtet, sagte eine Sprecherin.

Landkreise mit Inzidenz 0,0

Die Motivation zur Impfung sinkt möglicherweise auch mit dem rasanten Rückgang der Corona-Inzidenz. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lag sie laut Robert-Koch-Institut bei 2,9. Das bedeutet konkret, dass in den letzten sieben Tagen lediglich sieben Neuinfektionen bekannt wurden. Plus denen, die vor mehr als einer Woche positiv getestet wurden, sind es insgesamt noch 23 Personen. Deutschlandweit gab es am 24. Juni bereits 29 Landkreise mit einer Inzidenz von 0,0.

Die Weißeritztalkliniken bitten die Bevölkerung dennoch, die gebuchten Termine wirklich wahrzunehmen: „Wenn wir die Pandemie langfristig besiegen wollen, ist die Impfung möglichst vieler Menschen der beste Weg“, sagt Köcher.

Die Vergabe der Impftermine in Freital und Dippoldiswalde erfolgt über das sächsische Impfportal unter https://sachsen.impfterminvergabe.de/. Das Ausstellen von Impfzertifikaten nach der 2. Impfung ist vor Ort ebenfalls möglich, heißt es. Benötigt werden lediglich Impfausweis, Personalausweis und die Krankenversicherungskarte.

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Inzwischen hat sich die Dynamik der Impfkampagne zwar etwas verlangsamt, kommt der sogenannten Herdenimmunität aber immer näher. So wird die Ausbreitung des Coronavirus erheblich eingedämmt. In Sachsen wurden laut Sozialministerium bisher rund 3,1 Millionen Impfdosen verabreicht. 46,4 Prozent der Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft. Andere Bundesländer weisen schon eine höhere Quote aus. Geht das Impfen im aktuellen Tempo weiter, müsste rechnerisch die Herdenimmunität in drei Wochen erreicht sein.

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