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Was von Freitals 100-Jahr-Feier übrig bleibt

Drei Jahre wurde geplant und vorbereitet, nur um jetzt viele Veranstaltungen abzusagen. Was geht noch und vor allem: Wann?

Robuste Kunst zum 100. Gründungsjubiläum: Freitals Stele steht jetzt in Kleinnaundorf.
Robuste Kunst zum 100. Gründungsjubiläum: Freitals Stele steht jetzt in Kleinnaundorf. © Egbert Kamprath

Wenn am Freitag das neue Amtsblatt der Stadt Freital erscheint, wird ihm eine 32-seitige Sonderbeilage beiliegen. "100 Jahre Freital. Ausstellungen, Aktionen, Veranstaltungen", steht darauf; auf dem Titelbild zu sehen sind viele bunte Luftballons, die in einen blauen Himmel steigen.

Ein Bild aus besseren Tagen, aufgenommen im Herbst vergangenen Jahres, bevor die Corona-Pandemie alle in eine Lockdown-Dauerwarteschleife schickte. Nun ist bereits Mai, doch noch immer kann keine der geplanten Veranstaltungen stattfinden. Selbst die Kunst-Sonderschau im Schloss Burgk musste nach wenigen Öffnungstagen im April schon wieder schließen.

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"Wir machen trotzdem weiter. Vieles läuft im Hintergrund, das wir vorbereiten. Wir hoffen, dass es irgendwann losgeht", sagt Thoralf Gorek, Projektmanager bei 100 Jahre Freital.

Kein Chortreffen und keine Rallye

Nur wann man loslegen kann, ist eben schwer absehbar. Und so dürften einige Programmpunkte, die für die kommenden Mai-Wochen im Programm stehen, bald abgesagt werden.

Bereits gestrichen ist die vor den kommenden Sonntag angesetzte Jedermann-Rallye „100 km für 100 Jahre Stadt Freital“. Sie soll nach Aussage des Motorsportclubs Freital möglicherweise im August nachgeholt werden. Verschoben werden muss die Buchpremiere "100 Jahre Frauen in Freital" vom 9. Mai. Ebenfalls abgesagt ist das für den 16. Mai geplante Chortreffen im Tharandter Wald.

Es ist ein Jammer, man könnte salopp sagen: Dagegen hilft nur noch Trinken. Den Alkohol immerhin gibt es. Am 8. Mai - Stand jetzt - öffnet von 11 bis 18 Uhr die Schaubrennerei am Hartmannsberg zu Vorführungen und Verkostungen.

24 Veranstaltungen im Juni geplant

Die Organisatoren hoffen jetzt auf den Juni, einen Monat, in dem besonders viele Höhepunkte geplant sind. 24 Feste, Sportereignisse, Ausstellungen, Lesungen, Vorführungen, Konzerte und Themenwanderungen sollen stattfinden. Darunter das Weißiger Sommerfest und das Freitaler Musikwochenende.

Im Rathaus ist man vorsichtig optimistisch, was den Frühsommer anbelangt. Die Corona-Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr noch im Hinterkopf, rechnet man mit sinkenden Inzidenzwerten und möglichen Öffnungen.

"Wir werden immer wieder Mittel und Wege finden, diesem Jubiläum, auf das wir uns schon so lange freuen und uns intensiv vorbereitet haben, den Raum zu verschaffen, den es verdient", macht Oberbürgermeister Uwe Rumberg in seinem Vorwort zur Sonderbeilage allen Mut.

100 Bäume sind zusammen

Immerhin, einige Projekte im Rahmen des Stadtjubiläums laufen planmäßig. Und zwar die ohne Publikum.

So stattet die Stadt gerade einige Straßennamensschilder mit zusätzlichen Informationen zu Bedeutung und Lebensdaten der Namenspatronen aus, wie beispielsweise die Oppelstraße oder die Moritz-Fernbacher-Straße in Zauckerode. Die Aktion läuft weiter. "Wir nehmen auch noch Vorschläge für weitere Tafeln an", sagt Stadtsprecher Matthias Weigel.

Ebenfalls gut im Rennen liegt die Aktion "100 Bäume für eine Hundertjährige" des Umweltzentrums. Darin wurde aufgerufen, Geld für insgesamt 100 Bäume zu spenden. Inzwischen ist eine derart hohe Summe zusammengekommen, dass im Herbst nicht nur der 100. Baum gepflanzt werden kann, sondern noch weitere hinzukommen können.

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