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Neue Räume für Freitals Förderschüler

Es entsteht ein dreistöckiger Anbau für Klassenzimmer, Fachkabinette und Mensa. Warum so viel Platz dringend gebraucht wird.

Die Förderschule Wilhelmine Reichhard bekommt neue Räume.
Die Förderschule Wilhelmine Reichhard bekommt neue Räume. © Karl-Ludwig Oberthür

An Freitals Förderschule Wilhelmine Reichard nimmt ein großes Bauprojekt an Fahrt auf: die Sanierung des Altbaus an der Zauckeroder Straße. Bevor es jedoch so weit ist, muss woanders Platz für die Schüler geschaffen werden. Dafür wurde im vergangenen Jahr bereits ein kleiner Neubau auf dem Schulgelände errichtet mit zwei Klassenräumen, einem Physik- und einem Chemieraum sowie zwei Räumen für den Werk- oder Technikunterricht. Nun wird dieser Bau, ein Haus ähnlich der Containerbauweise, großzügig erweitert.

48 Module aufgestapelt

Seit der vergangenen Woche werden weitere 48 Module vor Ort zu einem Anbau montiert. Es entstehen in wenigen Tagen auf drei Etagen elf Klassenzimmer mit Gruppenräumen, einer Hauswirtschaftsküche, zwei Fachkabinette, eine Mensa mit Ausgabeküche, ein Schülercafé und verschiedene Nebenräume. Zudem werden die Schulleitung, Lehrerzimmer und Sanitäranlagen untergebracht.

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Sobald die Module, in denen Zwischenwände, Fenster und Türen bereits installiert sind, stehen, erfolgt der Innenausbau. Im März soll alles fertiggestellt sein. Anschließend kann die Schule die neuen Räume einrichten und beziehen.

Schule für 200 Kinder

In der Förderschule lernen mehr als 200 Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse, denen das Pensum an den Grund- und Oberschulen zu hoch ist. Sie werden hier in kleineren Klassen unterrichtet. Ziel ist es, die Kinder zum Hauptschulabschluss zu führen. Manche, die sich besonders gut entwickeln, wechseln auch nach wenigen Jahren an eine herkömmliche Grund- oder Oberschule. Die Förderschule in Freital nimmt Jungen und Mädchen aus Freital und den umliegenden Gemeinden auf.

Die Förderschule besteht seit ihrer Gründung aus zwei Gebäuden - dem Altbau von 1900 und bis 2015 einem DDR-Plattenbau aus den 70er-Jahren. Dieser musste gesperrt werden, weil Einsturzgefahr drohte. Daraufhin ließ der Landkreis, der die Schule betreibt, als Alternative einen Containerbau aufstellen. 2018 wurde die marode DDR-Schule schließlich abgerissen.

Sechs Millionen Euro Baukosten bisher

An ihrer Stelle entstand der Modulneubau, der nun erweitert wird. Die Baukosten liegen bei sechs Millionen Euro. Im nächsten Schritt bereitet der Landkreis derzeit die Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus vor. Es geht um eine weitere Millioneninvestition, für die der Landkreis auf Fördermittel angewiesen ist.

Werden diese bewilligt, soll bereits ab dem kommenden Jahr gebaut werden. Geplant ist, als Erstes das Dach des denkmalgeschützten Hauses zu erneuern.

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