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Geldbündel bei Fressnapf gefunden

Eigentlich wollte Peggy Schneider in Freital nur kurz eine Hundeleine kaufen. Aber dann fand sie 950 Euro an der Ladentheke. Wem gehört das Geld? Eine Spurensuche.

Peggy Schneider mit ihrem Prager Rattler Tony vor dem Geschäft Fressnapf in Freital. Sie hat hier 950 Euro gefunden.
Peggy Schneider mit ihrem Prager Rattler Tony vor dem Geschäft Fressnapf in Freital. Sie hat hier 950 Euro gefunden. © Egbert Kamprath

"Ich mache mir wirklich Sorgen", sagt Peggy Schneider am Telefon. Sie ist am Mittwoch, dem 30. September, während der Mittagszeit im Weißeritzpark unterwegs gewesen. Dort wollte sie eigentlich nur etwas Zubehör für ihren Hund kaufen. Als sie aber zur Kasse ging, fand sie ein großes Bündel Geld. 

"Es lag einfach lose rum. Das waren alles Fünfziger", sagt die Finderin aus dem Poisental. "Erst dachte ich, es sei eine neue Werbeaktion, bis ich noch mal richtig hingeschaut habe. Ich gab sofort der Verkäuferin Bescheid, die genauso überrascht war."

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Möglicherweise die Monatsrente

Insgesamt 950 Euro lagen an der Ladentheke - alles 50-Euro-Scheine. Peggy Schneider ist deshalb so besorgt, weil eine ältere Dame zuvor an der Kasse mit einem Fünfziger  bezahlt hatte. Sie glaubt, dass es sich um die gesamte Monatsrente einer älteren Person handeln könnte. "Die alten Leute sind ja so, die heben ja alles ab."

Nachdem Peggy Schneider das Geld dem Fressnapf übergeben hatte, verstaute die Marktleiterin die Scheine im Tresor der Filiale. "Wir wollten erstmal warten, ob sich nicht an dem Tag noch jemand meldet", schildert die Verkäuferin aus dem Fressnapf das Vorgehen.

Doch niemand kam. Also ging das Vermögen an das Polizeirevier Freital. Die Beamten wiederum übermittelten das Geld an das Fundbüro der Stadt, Am Bahnhof 8. Dort wartet es nun auf seinen tatsächlichen Besitzer, denn bisher hat sich noch niemand gemeldet. 

Besitzer des Geldes muss glaubhafte Angaben machen

Die Aufbewahrungsfrist ist auf sechs Monate festgelegt. Der Eigentümer des Geldes kann sich also bis März 2021 dem Fundbüro preisgeben. Dass nun nicht jeder behaupten kann, dass es ihm gehört, ist offensichtlich: "Der Besitzer muss glaubhafte Angaben zum Geld und zu den Umständen machen. Das Ordnungsamt hat dazu ausreichend Erfahrung", erklärt  Matthias Weigel, der Pressesprecher der Stadt Freital.

Derweil verbreitete  Peggy Schneider am Wochenende die Nachricht in den sozialen Medien. Besorgt teilt sie mit: "Ich mache mir wirklich Gedanken um diese Dame, die gerade verzweifelt und denkt, das Geld ist weg". Doch bisher habe sich noch niemand gemeldet. Und die Marktleiterin aus dem Fressnapf berichtet: "Wir haben uns die Bilder der Überwachungskameras vom Mittwochvormittag angeschaut." Darauf sei aber die Person mit dem Geld nicht erkennbar gewesen.

Beide hoffen, dass das Geld möglichst bald wieder zu seiner Besitzerin oder zu seinem Besitzer findet. Werden die Scheine innerhalb der sechs Monate nicht abgeholt, hätte die Finderin Peggy Schneider Anspruch auf die 950 Euro. Wenn sie sich dagegen entscheidet, wird es in die Stadtkasse Freital eingezahlt. 

Der Besitzer des Geldes kann sich an das Freitaler Fundbüro (Am Bahnhof 8)  wenden. Erreichbar ist es unter folgender Telefonnummer +49 351 6476-366 oder +49 351 6476-4853 sowie per E-Mail [email protected].

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