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Freital: Heraus zum 100. Stadtgeburtstag!

Dutzende Vereine und Einrichtungen gestalten am Sonntag eine ein Kilometer lange Jubiläumsparade. Das wird einer der Höhepunkte des Fest-Jahres.

An Wink-Elementen soll es nicht fehlen. Dr. Jürgen Schaufuss und Mario Bielig haben den kilometerlangen Festumzug in Freital maßgeblich organisiert.
An Wink-Elementen soll es nicht fehlen. Dr. Jürgen Schaufuss und Mario Bielig haben den kilometerlangen Festumzug in Freital maßgeblich organisiert. © Karl-Ludwig Oberthür

"Sollten wir das wirklich schon verraten?", fragt Mario Bielig seinen Kompagnon Dr. Jürgen Schaufuss. Beide stehen an der Dresdner Straße Ecke Schachtstraße in Freital. Hier soll am Sonntag, dem 3. Oktober, die Jubiläumsparade starten, die beide maßgeblich mit organisiert haben. Es ist ein Schauspiel, beide beim Diskutieren bei laufendem Verkehr zu erleben. Natürlich einigen sie sich, wie so oft in den vergangenen Monaten.

"Ein bisschen Überraschung muss schon bleiben", sagt Schaufuss. Dann sprudeln sie wieder los. 40 Fahrzeuge und etwa 350 Teilnehmer werden 22 verschiedene Umzugsbilder gestalten. Im Eröffnungsbild ist die Reiterstaffel der Sächsischen Polizei dabei. "Wenn sie denn nicht andernorts am Tag der Deutschen Einheit gebraucht wird", schränkt Schaufuss ein. "Ach wird sie schon nicht", kontert Bielig. Historische Fahrzeuge der vergangenen 100 Jahre werden den Pferden folgen. Die Stadt Freital ist in diesem Jahr 100 geworden. Die Parade ist einer der Höhepunkte des Festjahres.

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Historische Persönlichkeiten wie auch Ereignisse jüngeren Datums werden in dem kunterbunten Zug dargestellt. Das Berg-Musik-Korps Freiberg kommt in voller Stärke und wird entsprechend lautstark auf sich aufmerksam machen. In der Reihenfolge, wie sie zur Stadt Freital gekommen sind, reihen sich die 15 Stadtteile in den Umzug ein.

Hier führt die Jubiläumsparade am 3. Oktober in Freital entlang.
Hier führt die Jubiläumsparade am 3. Oktober in Freital entlang. © Stadt Freital

Für Tieflader wird es eng

Der Streckenverlauf soll alle drei Gründungsgemeinden Deuben, Döhlen und Potschappel streifen. Flyer dazu werden am Wochenende auch noch auf dem Festgelände am Neumarkt verteilt. Aufstellung ist rund um das Gewerbegebiet an der Hüttenstraße und Schachtstraße. Von der Panschau-Galerie geht es dann auf der Dresdner Straße Richtung Potschappel. Dort wird in die Deubener Straße abgebogen.

Für die Tieflader im Umzug ist das die engste Stelle. Dass dort auch alles klappt, wurde die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft, die auch die Weißeritztalbahn betreibt, mit ins Boot geholt. Denn das Unternehmen kennt sich nicht nur mit solchen Transporten auf der Straße aus. "Die sind die Strecke abgefahren. Es wird eng, aber es passt", sagt Bielig.

Das letzte Mal hat die Stadt vor 25 Jahren eine ähnliche Parade erlebt. Eigentlich sollte es zum geplanten Tag der Sachsen einen noch viel größeren Umzug geben. Doch wegen Corona-Maßnahmen wurde dieser schon vor Längerem abgesagt. Auch da waren Schaufuss und Bielig schon involviert. Ihre Vorbereitungen waren damit nicht völlig umsonst. Was sie draufhaben, zeigten beide auch schon beim Umzug zur 950-Jahrfeier in Pesterwitz.

Ende auf der Bahnhofstraße

Die beiden sehen sich aber gar nicht so gern in den Vordergrund gerückt. Sie verweisen auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, ohne die die Parade in dieser Dimension nicht stattfinden würde. Zudem waren die Teilnehmer völlig frei bei der Gestaltung der Bilder. "Wir koordinieren das nur", sagt Schaufuss.

Der Start ist für 14 Uhr vorgesehen. Von der Deubener Straße über die Albert-Schweizer-Straße geht es wieder auf die Dresdner Straße zurück und dann zum Neumarkt. Auf der Bahnhofstraße soll sich der Umzug ab 16 Uhr wieder auflösen.

Es hätten sich bestimmt noch mehr als die 350 Teilnehmer gefunden. Länger als einen Kilometer darf die Kolonne aber nicht werden. "Wenn wir wieder auf die Dresdner Straße einbiegen, würde sich sonst die Katze in den Schwanz beißen", sagt Bielig.

Liveübertragung auf dem Neumarkt

Für die Anwohner bedeutet die Parade nicht nur gute Sicht sondern auch erhebliche Einschränkungen insbesondere für parkende Autos. Damit die Umzugsstrecke frei bleibt, stehen Ausweichparkflächen am ehemaligen Sächsischen Wolf oder an der Burgker Straße zur Verfügung. Diese sollten auch die Festbesucher auf dem Neumarkt oder am Windbergpark nutzen.

Beide genannten Veranstaltungsflächen sind laut Corona-Hygienekonzept für 1.000 Besucher zugelassen. Auf dem Neumarkt soll es zudem eine Liveübertragung der Jubiläumsparade auf eine Leinwand und gastronomische Angebote geben. Entlang der Umzugsstrecke sind keine besonderen Versorgungspunkte vorgesehen. Damit sollen laut Hygienekonzept geballte Ansammlungen von Menschen auf kleinem Raum vermieden werden.

Einschränkungen im ÖPNV

Verkehrseinschränkungen im Stadtverkehr Freital auf den Linien A, B, C, D, E, F:

Aufgrund der Sperrung der Dresdner Straße in Freital im Abschnitt zwischen Leskestraße und Schachtstraße kann die Haltestelle Freital-Neumarkt vom 2. Oktober bis 4. Oktober 0 Uhr nicht bedient werden, teilt der RVSOE mit.

Die Linie D wird zudem in beiden Fahrtrichtungen über die Hüttenstraße umgeleitet, wobei die Haltestellen Hüttenstraße auf der Schachtstraße nicht bedient werden können.

Am 2. Oktober und am 3. Oktober wird die Linie B sowie Fahrten der Linie D, die laut Standardfahrplan über die Burgker Straße verkehren, über die Leskestraße und Otto-Dix-Straße umgeleitet. Die Haltestellen Neumarkt, Schachtstraße (beidseitig), Platz des Friedens (beidseitig) sowie die Haltestellen Windbergallee (Ersatz Otto-Dix-Str.) können nicht bedienen werden.

Die Sperrung der Dresdner Straße zwischen Leskestraße und Oberpesterwitzer Straße am 3. und 4. Oktober bedingt die Umleitung in beiden Fahrtrichtungen vom Busbahnhof über die Hüttenstraße, Lutherstraße und Carl-Thieme-Straße für die Linien A, C, E und F.

Die Linie A verkehrt auf der Umgehungsstraße bis Ortseingang Dresden und bedient die folgende Ersatzhaltestelle:

- Ortseingang Freital auf der Tharandter Straße beidseitig

- vor der Kreuzung Oberpesterwitzer Straße nur in Richtung Busbahnhof Deuben.

Die Fahrten der Linie D über Freital-Birkigt verkehren über Oberpesterwitzer Straße, Richard-Wagner-Str. und bedient die Ersatzhaltestellen auf der Richard-Wagner-Straße auf der Weißeritzbrücke (beidseitig). Die an der Umleitungsstrecke liegenden Haltestellen werden mit bedient.

Alle Haltestellen auf der Dresdner Straße ab Neumarkt bis Fichtestraße können in beiden Richtungen nicht bedient werden.

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