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Freitals Kirchgemeinde behält altes Pfarramt doch

Eigentlich wollte die Stadt das Gebäude in Potschappel kaufen. Nun geht es um einen langfristigen Pachtvertrag. Denn das Objekt wird dringend gebraucht.

Von Annett Heyse
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Das alte Pfarramt soll ins benachbarte Schulgelände integriert werden.
Das alte Pfarramt soll ins benachbarte Schulgelände integriert werden. © Egbert Kamprath

Die Stadt Freital muss ihre Pläne für das ehemalige Pfarrhaus Potschappel ändern. Die Kirchgemeinde möchte das Gebäude nun doch nicht an die Kommune verkaufen. Deshalb soll es einen Erbpachtvertrag geben. Das erläuterte Oberbürgermeister Uwe Rumberg kürzlich in der Sitzung des Stadtrates.

Geplant ist nunmehr, dass die Stadt das Gebäude für einen Zeitraum von 75 Jahren übernimmt und dafür eine Ablöse von 220.000 Euro zahlt. Der jährliche Pachtzins liegt bei 3.660 Euro.

Zunächst hatten sich beide Parteien auf einen Kauf verständigt. Schon im Mai 2020 hatte der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss gefasst, das Haus an der Ecke Kantstraße/Turnerstraße für 300.000 Euro zu erwerben.

Die Stadt braucht das Objekt für die Erweiterung des Schulstandortes. Geplant ist, an der Lessingschule einen Anbau zu errichten und zudem das alte Pfarramt ins Schulgelände zu integrieren. In dem mehrstöckigen Haus sollen Elternsprechzimmer, Räume zur Durchführung von Ganztagsangeboten, Probenraum für die Schülerband und Räume für Gruppenangebote der Schulsozialarbeit eingerichtet werden.

In der ersten Etage ist zudem seit Anfang dieses Jahres der Schüler- und Jugendtreff "Hafenkante" untergebracht. Er wird vom Kinder- und Jugendhilfeverbund betrieben. Im Dachgeschoss befindet sich noch eine Wohnung, die derzeit vermietet ist.