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Grundstein für Freitals neue Kita gelegt

Auf dem Gelände des ehemaligen Busbahnhofs entsteht ein dringend benötigter Neubau. Der Betreiber ist in Freital schon bekannt.

Oberbürgermeister Uwe Rumberg (li.) legte gemeinsam mit Chris Meyer vom Verein Lebensbaum (re.) die Schatulle in die Bodenplatte. Mit dabei waren auch Sachgebietsleiter Hochbau Jens Römisch, Planer Matthias Koch & Frank Dietrich von der DieKo Bau Gmbh.
Oberbürgermeister Uwe Rumberg (li.) legte gemeinsam mit Chris Meyer vom Verein Lebensbaum (re.) die Schatulle in die Bodenplatte. Mit dabei waren auch Sachgebietsleiter Hochbau Jens Römisch, Planer Matthias Koch & Frank Dietrich von der DieKo Bau Gmbh. © Stadt Freital

Wie bestellt, schien an diesem wechselhaften Maiwetter-Tag die Sonne auf ein Vorhaben, über das man sich in Freital eigentlich nur freuen kann. Oberbürgermeister Uwe Rumberg legte den Grundstein für einen neuen Kindergarten.

Das Gebäude entsteht schräg hinter der Kita Storchenbrunnen an der Albert-Schweitzer-Straße. Dort befand sich einst der Busbahnhof mit Garagen und Werkstatt im hinteren Bereich. Das Areal wurde bereits saniert, nun startet der Kita-Bau.

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Um Planungszeit und -kosten zu sparen, wurden dafür die Baupläne der erst vor einigen Jahren entstanden Einrichtung Storchenbrunnen überarbeitet mit dem Ziel, ein baugleiches Haus zu errichten. Die Kosten liegen bei 3,1 Millionen Euro, davon rund 1,4 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Landkreis. Es entstehen 100 neue Betreuungsplätze für Kinder vom Krippenalter bis zum Schuleintritt.

Nachfrage nach Kitaplätzen ist hoch

Die Plätze werden auch dringend gebraucht. Nur mit Mühe kann die Stadt die jeder Familie Plätze anbieten. Im vergangenen Jahr lief das Verhältnis von Angebot und Nachfrage komplett aus dem Ruder.

Im Sommer 2020 fehlten um die 300 Plätze und viele Mädchen und Jungen mussten mit der Aufnahme in Kindergarten oder Krippe bis in den September hinein warten. Erst mit dem Wechsel der ältesten Kinder in die Schule entspannte sich die Situation.

In diesem Jahr sieht es nach Aussage der Stadtverwaltung positiv aus. Derzeit könne man so gut wie allen Kindern einen Platz anbieten, sagte der zuständige Erste Bürgermeister, Peter Pfitzenreiter, kürzlich gegenüber Sächsische.de.

Doch die Situation könnte sich schnell wieder verschärfen. „Der Bedarf an Kitaplätzen ist nach wie vor hoch in Freital. Das ist ein erfreulicher Umstand, denn Kinder sind unsere Zukunft. Für uns als Stadt ist es aber auch eine Verpflichtung, dafür ausreichende und gute Betreuungsangebote sicherzustellen", sagte Oberbürgermeister Uwe Rumberg im Rahmen der Grundsteinlegung.

Baugleiches Haus neben Kita Storchenbrunnen

Derzeit laufen auf der Baustelle die Rohbauarbeiten. Seit Anfang April wurde zunächst die Baugrube ausgehoben, Grundleitungen verlegt und die Bodenplatte gegossen. Als nächstes erfolgen nun die Mauerarbeiten beziehungsweise das Aufstellen der Wände und Decken. Ab Ende Juli beginnen die Gewerke Gerüstbau, Dachdecker, Dachklempner und der Fassadenbau. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 vorgesehen.

Errichtet wird ein zweigeschossiges massives Gebäude mit Gruppen- und Schlafraum für Krippenkinder und zwei gekoppelte Gruppenräume für Kindergartenkinder mit dazugehörigen Sanitär- und Garderobenbereichen im Erdgeschoss. Im Obergeschoss entstehen drei weitere Gruppenräume für Kindergartenkinder, ebenfalls mit Sanitär- und Garderobenbereichen. Das Gebäude wird speziell gegen Radon geschützt.

Im Außengelände entsteht ein zusätzlicher Spielplatz. Zudem möchte die Stadt das Umfeld der Kita Storchenbrunnen neu ordnen. Denn noch befinden sich zwischen Kita-Neubau und Albert-Schweitzer-Straße Teile des ehemaligen Busbahnhofes, insbesondere die alten Bussteige. Dort sollen nun Zufahrt und Wege neu angelegt werden und außerdem Pkw-Stellplätze entstehen.

Keine Hochwassergefahr mehr

Weil die Kita in unmittelbarer Nähe der Weißeritz liegt, gab es laut Stadtverwaltung intensive Abstimmungen mit der Landestalsperrenverwaltung (LTV) sowie der Unteren Wasserbehörde des Landkreises hinsichtlich der Hochwasserproblematik.

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