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In Freital öffnet lebendige Bibliothek

Neun Protagonisten lassen in ihrem Leben blättern. Mit dabei sind ein Sänger, eine Gymnasiastin und eine Freitaler Fußballlegende.

Das sind die Protagonisten der lebendigen Bibliothek bei einem Vorbereitungstreffen.
Das sind die Protagonisten der lebendigen Bibliothek bei einem Vorbereitungstreffen. © Egbert Kamprath

Die Männer und Frauen sind in einem großen Raum zusammengekommen, jeder hat ein kleines Namensschild an der Brust heften, schließlich kennt hier nicht jeder jeden. Alle jedoch verbindet miteinander eine Stadt: Freital.

Hier leben sie, hier gingen oder gehen sie zur Schule, hier arbeiten sie, machen in Vereinen mit. Am kommenden Mittwoch, den 22. September, wollen sie über sich und ihre Stadt sprechen - als sogenannte lebendige Bücher in der Stadtbibliothek.

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Die Veranstaltung wird maßgeblich vom Verein Leben und Arbeit Sachsen sowie dem Familienzentrum Regenbogen organisiert. Lebendige Bücher - was ist das denn?

Ein bunter Generationenmix erzählt

Die Idee ist, Menschen zusammenzubringen und über mehrere Generationen hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen. "Die Besucher können die lebendigen Bücher befragen und sich aus deren Leben berichten lassen. Es ist wie beim Blättern durch ein Buch", sagt Clara Zeitler, die Projektleiterin von Leben und Arbeit.

Damit das Blättern schön spannend ist, hat sich das Vorbereitungsteam, ganz unterschiedliche Protagonisten in die Bücherei geholt. Mit dabei ist beispielsweise Pascal Brettschneider, der vielen Freitalern als Brettel bekannte Musiker. Man darf annehmen, dass er nicht nur über seine Biografie spricht, sondern vielleicht auch über einige witzige oder nachdenkliche Anekdoten von seinen Konzertreisen berichtet.

Auch Werner Jurek wird kommen. Der inzwischen 93-Jährige war Fußballer und später viele Jahre hauptamtlicher Organisationsleiter bei Stahl Freital. Eine Vereinslegende sozusagen.

Des Weiteren tritt Candido Mahoche mit an, auch Fußballer, Jugendtrainer beim SC Freital, gebürtiger Mosambikaner, Braumeister und Stadtrat in Freital. Steffen Petrenz wird mit dabei sein, Bildhauer und Fotograf. Tatjana Jurk, Mitbegründerin des Vereins Zusammenleben, der sich seit Jahren unermüdlich für die Integration zunächst von russischen und heute von Migranten aus aller Welt einsetzt.

Mit dabei ist auch eine 18-jährige Schülerin vom Weißeritzgymnasium, denn auch sehr junge Leute haben schon eine Biografie und sicherlich spannende Dinge zu erzählen.

Idee auf Freital zugeschnitten

Das Konzept einer lebendigen Bibliothek ist keine Freitaler Erfindung. Clara Zeitler berichtet, dass sie solche Veranstaltungen bereits aus Pirna und Königstein kennt. "Wir haben die Idee etwas abgewandelt und auf Freital zugeschnitten", sagt sie.

Damit alle den durchaus langen Abend - los geht es 17.30, Ende ist gegen 20.30 Uhr - durchhalten, wird es eine Pause geben. Diese können die Besucher in der Kantine "Wirtschaft" im Gründerzentrum verbringen, wo für alle ein kleiner Imbiss vorbereitet ist.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich gerne für die kostenlose Veranstaltung bis 21. September anmelden unter der Mail-Adresse [email protected]

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