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Freitals Regenbogenhaus kann feiern

Mit einem Jahr Verspätung steigt nun endlich die Party zum 25-jährigen Jubiläum. Das Team hat für alle Generationen etwas vorbereitet.

Katrin Hollube dreht am Rad. Denn das Regenbogenhaus Freital feiert 25 plus eins.
Katrin Hollube dreht am Rad. Denn das Regenbogenhaus Freital feiert 25 plus eins. © Karl-Ludwig Oberthuer

Das Glücksrad hat nicht sieben Farben wie der Regenbogen aber immerhin gelb, grün, rot, violett und blau im Angebot. Bunte Vielfalt, so wie sie seit zweieinhalb Jahrzehnten im Mehrgenerationenhaus Regenbogen in Freital gelebt wird. Zum 25. Jubiläum gibt es am Sonnabend, dem 3. Juli, ein Generationenfest. 10 Uhr geht es los, Ende ist gegen 20 Uhr.

Eigentlich müsste man dieses Jahr schon das 26. Bestehen feiern. Denn gegründet wurde der Verein 1995. Doch im vergangenen Jahr bremste die Corona-Pandemie alle Vorbereitungen aus. Vom Mai verschob man die große Party erst in den September, dann musste man ganz absagen.

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Lange haben Hausleiterin Katrin Hollube und ihr Team überlegt, die 25 +1 überhaupt noch zu feiern und falls ja, wann. "Vor vier Wochen in einer Arbeitsberatung haben wir uns dann festgelegt und vor zwei Wochen haben wir aktiv mit den Vorbereitungen begonnen", berichtet Hollube.

Alles von Freizeit bis Lebenshilfe

Die Party gilt einem Haus oder vielmehr einer großen Gruppe Freitaler, die in Deuben Sozialarbeit im allerbesten Sinne anbieten. Das Mehrgenerationenhaus ist eine Begegnungsstätte mit offenem Treff für alle Generationen. "Raum zum Wachsen", ist das Motto des Vereins. Hierher kommen Mütter mit Kleinkindern, Schüler, Familien, Senioren.

Für sie gibt es eine Vielzahl an Angeboten. Da wären der Kinder- und Jugendtreff, das Familiencafé, Kreativangebote. Man hilft bei Behördengängen und dem Ausfüllen von Formularen, unterstützt Senioren beim Einkaufen und im Alltag, organisiert Informationsabende für Schwangere - um nur einige Beispiele zu nennen. Es gibt Rechtsberatungen und Hilfsangebote für Süchtige. Im Sommer findet wieder ein Ferienlager statt. Man kann im Regenbogenhaus sogar die Wäsche waschen, wenn es im eigenen Haushalt daran scheitert.

Zwei Umzüge und eine Sanierung

Der Verein ist in einem Gebäude mit Geschichte untergebracht. Das Domizil an der Poststraße war zunächst Haushaltsschule für junge Frauen, am Ende des Zweiten Weltkriegs diente es als Flüchtlingsunterkunft. Dann war es bis Mitte der Achtzigerjahre Altenheim, später Fördertagesstätte und anschließend Förderschule für geistig behinderte Kinder. 2002 zog der Regenbogen-Verein hier ein. Es war der zweite Standortwechsel, nachdem man zunächst in einer Baracke und dann in einer 100 Quadratmeter großen Wohnung in der Hinterstraße untergebracht war.

Katrin Hollube kennt diese Zeiten nur vom Hörensagen. Sie kam vor vier Jahren zum Verein, als studierte Betriebswirtschaftlerin obliegt ihr vor allem die kaufmännische Leitung des Hauses.

22 Jahre war Elvira Börner die Chefin im Regenbogen, als Gründungsmitglied baute sie Verein und Einrichtung mit auf und stellte die Weichen für die Entwicklung des Mehrgenerationenhauses. Was Elvira Börner nicht mehr miterlebte, war die komplette Sanierung von Dach, Fassade und Innenräumen des Hauses. Fast zwei Jahre zogen sich die Arbeiten hin und kosteten manche Nerven.

Livemusik für Kinder und am Abend

Zur Feier am Sonnabend hat sich das Regenbogen-Team ein buntes Programm ausgedacht und Unterstützung aus Freitals Kulturszene geholt. In und um das Gebäude wird Musik, Tanz, Spiel und viele Überraschungen geben.

Der Jugendtreff schenkt alkoholfreie Cocktails aus, im Keller des Hauses gibt es eine digitale Schnitzeljagd. Am Nachmittag kommt Seemann Whysker vorbei und nimmt alle Kinder mit auf große Fahrt, am Abend spielt Pascal Brettschneider, besser bekannt als Brettl, live auf. Und natürlich wird sich auch das Glücksrad drehen und Farbe in den Tag bringen.

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