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So soll der Freitaler Mühlenpark aussehen

Die Landschafts-Arbeiten auf der Industriebrache der Lederfabrik beginnen. Es geht um Wege, Bänke, Wiese, Bäume. Für Kinder soll es etwas Besonderes geben.

An der Poisentalstraße entsteht Freitals jüngste Parkanlage, der Mühlenpark.
An der Poisentalstraße entsteht Freitals jüngste Parkanlage, der Mühlenpark. © Egbert Kamprath

Die Wüste liegt an der Poisentalstraße und besteht vor allem aus staubtrockenem Erdreich. Dicke Baggerspuren ziehen sich durch den Boden. Weit und breit wächst hier kein Grün. Noch nicht. In gut einem halben Jahr soll sich an dieser Stelle Freitals jüngste Parkanlage befinden. Es geht um viel Wiese, um Bäume, Büsche und ein Feuchtbiotop. Blühende Landschaften sozusagen.

Auf der Brachfläche der ehemaligen Lederfabrik entsteht der Mühlenpark. Nun lüftet die Stadtverwaltung das Geheimnis, wie der Mühlenpark aussehen soll.

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60 neue Bäume

Der Park bekommt einen dreieckigen Grundriss mit Zugängen von der Poisentalstraße, der Hinterstraße und der Körnerstraße. Parallel zur Hinterstraße wird eine Wiese angelegt, dahinter kommt eine Doppelreihe Bäume mit Weg dazwischen. Hinter dieser Baumreihe zieht sich eine Wiese in Richtung Mühlgraben - siehe Grafik.

An der Poisentalstraße entsteht ebenfalls im Vordergrund eine Wiese, bevor sich Baumreihen und Rasenflächen anschließen. Insgesamt werden 60 Bäume gepflanzt. Diese sollen schon eine gewisse Größe haben, damit sie in der warmen Jahreszeit sofort Schatten spenden.

Allerdings werden die Wiesen recht großflächig ausfallen. Das hat einen Grund. Die Stadt plant, auf dem ehemaligen Fabrikgelände ein Behördenzentrum zu errichten. Deshalb rückt der Park in die Mitte der Brachfläche, die Seitenflächen werden für eine Bebauung freigehalten.

Spielplatz für kleine und große Kinder

Im südlichen Bereich des Parks, wo die Zugänge von der Körnerstraße und der Hinterstraße zusammentreffen, entsteht ein Spielplatz. "Wir planen etwas Ansprechendes für alle Altersgruppen", verspricht Jens Römisch, Projektleiter bei der Stadtverwaltung. Es gehe nicht nur um einen Sandkasten und eine Wippe. Die Stadt möchte ein Angebot auch für ältere Kinder schaffen.

Lange hatte man im Rathaus überlegt, wie groß der Spielplatz überhaupt werden soll. Denn in der näheren Umgebung gibt es bereits solche Anlagen. Allerdings: Im angrenzenden Mühlenviertel wohnen viele junge Familien. Perspektivisch werden es noch mehr werden, wenn erst die Wohnbebauung im neuen Stadtzentrum bezugsfertig ist.

Und man möchte Bewegung im Mühlenpark haben, um Verunreinigungen, Sachbeschädigungen und Vandalismus vorzubeugen. Das erreicht man nur mit einer regelmäßigen Frequenz unterschiedlicher Altersgruppen im Park.

Außen Wiese, drinnen viel hohes Grün: So soll der Mühlenpark auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik an der Poisentalstraße aussehen.
Außen Wiese, drinnen viel hohes Grün: So soll der Mühlenpark auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik an der Poisentalstraße aussehen. © SZ Grafik

Mühlgraben bildet das Zentrum

Der alte Deubener Mühlgraben, der jenseits der Tankstelle Poisentalstraße in den Poisenbach mündet, bleibt erhalten. Er dient immer noch als Regenwasserableitung verschiedener Grundstücke. Weil der Betonkanal unter Denkmalschutz steht, wird er instand gesetzt. Um den Druck von den Kanalwänden abzufangen, werden entlang der Kanal-Außenwände zusätzliche Stützwände angelegt. Auf diese kommen dann später Geländer.

Etwa auf halber Strecke erhält der Mühlgraben eine Brücke. Dort befindet sich heute noch ein Abdeckteil der ehemaligen Kanaldecke. Das bleibt auch erhalten. Über diesen Bogen wird ein Steg gebaut, der beide Parkteile miteinander verbindet.

Oberhalb des Parks, wo der Mühlgraben aus Richtung Körnerstraße kommend derzeit ein vermülltes Becken ist, wird der Kanal verfüllt und darauf ein Zugang zum Park angelegt. Man habe lange überlegt, was man mit diesem Bereich anstelle, erklärt Projektleiter Römisch. "Wir werden jetzt ein Rohr unter der Körnerstraße einziehen, damit das Wasser weiterhin fließen kann. Das offene Gewässer beginnt dann hinter dem Netto-Markt."

Der ehemalige Mühlgraben bildet das Zentrum des Parks. Der Betonkanal bleibt erhalten.
Der ehemalige Mühlgraben bildet das Zentrum des Parks. Der Betonkanal bleibt erhalten. © Egbert Kamprath

Mehr Parkplätze im Umkreis

Bereits fertiggestellt sind die Arbeiten an der Hinterstraße. Dort wurden die Fahrbahn verbreitert und Parkplätze angelegt. Auch entlang der Poisentalstraße entsteht in Fahrtrichtung stadtauswärts noch ein Längsparkstreifen.

Zudem wird entlang der Poisentalstraße die Markierung des Radstreifens fortgeführt. Sie geht derzeit nur bis zur Hinterstraße und setzt erst auf Höhe des Nettomarktes wieder ein. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Lücke nun geschlossen. Geplant ist, die Parkanlage bis zum Herbst fertig zu haben. Der Bauauftrag ging an das Unternehmen Natur und Stein.

An der Hinterstraße wurden neue Parkplätze angelegt. Auch auf der Poisentalstraße entstehen zusätzliche Stellflächen.
An der Hinterstraße wurden neue Parkplätze angelegt. Auch auf der Poisentalstraße entstehen zusätzliche Stellflächen. © Egbert Kamprath

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