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Freitaler Firma baut umstrittenen Parkplatz

In wenigen Wochen beginnt der Bau des Parkplatzes an der Burgker Straße - sehr zum Ärger etlicher Anwohner, die das Projekt lange zu verhindern versuchten.

Auf dieser Wiese an der Burgker Straße soll der Parkplatz angelegt werden - sehr zum Ärger der Anwohner.
Auf dieser Wiese an der Burgker Straße soll der Parkplatz angelegt werden - sehr zum Ärger der Anwohner. © Andreas Weihs

Die Entscheidung ist gefallen, in wenigen Wochen rücken die Baumaschinen an: Die Stadt Freital beginnt noch im Frühjahr mit dem Bau eines neuen Großparkplatzes an der Burgker Straße. Der Stadtrat vergab dafür kürzlich den Zuschlag an das Unternehmen Arndt Brühl Straße- und Tiefbau.

Damit erhielt eine einheimische Firma den Bauauftrag um Umfang von 651.000 Euro. Insgesamt hatten sich zehn Unternehmen an der Ausschreibung beteiligt. Baustart soll am 31. März sein, Übergabe am 30. September.

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Geplant ist, auf der Fläche 113 Stellplätze für Pkws und drei Parkplätze für Busse anzulegen. Der Parkplatz soll vor allem für Besucher des Schlosses dienen. Am Schloss selbst sind die Kapazitäten beschränkt, dort gibt es derzeit nur rund 35 Parkplätze.

Unterschriftensammlung gegen Parkplatzbau

Damit die Besucher auf kurzem Weg zum Schloss gelangen, wird zudem ein neuer Fußweg vom Parkplatz direkt zur Straße Altburgk angelegt. Alle Fahrbahnen werden in Asphaltbauweise, die Pkw-Stellplätze in Öko-Pflaster und Gehwege in Betonpflaster errichtet. Außerdem soll der Parkplatz stark begrünt werden. Vorgesehen ist, Bäume 29 Stück und 180 Sträucher zu pflanzen. Dazu kommen dann noch Bodendecker und Rasen.

Beruhigen dürfte das die unmittelbaren Anlieger kaum. Sie hatten lange gegen das Parkplatz-Projekt gekämpft. Es gab Unterschriftensammlungen, Protestschreiben und immer wieder Diskussionen zwischen Anwohnern und der Verwaltung.

Die Burgker monierten vor allem, dass die grüne Wiese zuasphaltiert werde. Sie befürchteten Verkehrslärm in den späten Abendstunden und an Wochenenden und kritisierten, dass alternative Standorte wie der ehemalige Bauhof oberhalb von Oskarshausen nicht geprüft worden wären. Viele Anwohner hätten auf der Wiese lieber den Bau von Wohnhäusern gesehen.

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Die Stadt nahm sich die Pläne daraufhin noch einmal vor und reduzierte die Anzahl der Stellplätze minimal. So wurden zum Beispiel aus sechs Stellflächen für Busse drei Parkplätze.

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